Zementwerk wird "Lichtenberger Unternehmen des Jahres 2015"

Bürgermeisterin Birgit Monteiro (r.) und Karsten Dietrich vom Wirtschaftskreis (Mitte) verliehen mit dem Grünen-Politiker Bartosz Lotarewicz (2.v.l.) die Auszeichnung, die mit 1000 Euro dotiert ist. Über die Auszeichnung freute sich Geschäftsführer Frank Wild (2.v.r.). Die Laudatio hielt der Preisträger 2014, Apotheker Konstantin Primbas (l.). (Foto: Bezirksamt Lichtenberg)

Lichtenberg. Zufriedene Kunden und Arbeitnehmer machen das Zementwerk Berlin zu einem vorbildlichen Unternehmen in der Stein-und-Erden-Industrie. Es wurde als "Lichtenberger Unternehmen des Jahres 2015" ausgezeichnet.

Industrie und Handel gehören seit jeher zu Lichtenberg. Um den Wirtschaftsstandort über seine Grenzen hinaus bekannt zu machen, vergeben das Bezirksamt und der Verein Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg den Preis.

In diesem Jahr wurde er zum vierten Mal verliehen und war so begehrt wie noch nie: Insgesamt 245 Unternehmen wurden vorgeschlagen; eine sechsköpfige Jury hatte die Qual der Wahl.

Am 8. Oktober wurde der Sieger beim "Lichtenberger Unternehmerabend" gekürt: das Zementwerk Berlin GmbH & Co. KG. "Es hat sich mit hoher Qualität und höchsten Umweltstandards gegen die harte Konkurrenz am Markt behauptet. Eine Übernahme wurde abgewehrt, die ein Aus für die Produktion am Standort Lichtenberg bedeutet hätte", sagte Karsten Dietrich, Juror und Vorstand des Wirtschaftskreises. "Betriebliche Mitbestimmung, Ausbildung und Gesundheitsvorsorge werden hier groß geschrieben."

So hat das Unternehmen in diesem Jahr ein "GesundheitsTicket" eingeführt, mit dem die Mitarbeiter Kurse besuchen können. Außerdem wird der Sportverein Lichtenberg 47 gesponsert.

Der Geschäftsführer des Zementwerks, Frank Wild, nahm die Auszeichnung entgegen. "Ich bin gerührt und stolz und freue mich für mich und meine Mitarbeiter. Es ist toll, dass ein Unternehmen aus der Baustoffbranche einen solche Preis erhält", sagte Wild. Sein Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.

Tatsächlich ging die Zementproduktion in der Köpenicker Chaussee 9–10 aber bereits 1949 los. Das Unternehmen kann also auf eine lange Tradition zurückblicken. Elf der insgesamt 80 Mitarbeiter gehörten schon vor der Wende zum Betrieb.

Zement als Baustoff ist begehrt, die richtigen Rezepturen kostbar. Der Zement aus dem Werk an der Rummelsburger Bucht dient nicht nur als Baustoff für Kitas und Schulen. Er kam auch im neuen Verkehrsknotenpunkt am Ostkreuz zum Einsatz und wird als Transportbeton im Berliner Stadtschloss genutzt. Auch Star-Architekt David Chipperfield griff auf den Baustoff made in Lichtenberg zurück: Als Sichtbeton gibt er dem Eingangsgebäude auf der Museumsinsel sein modernes Antlitz. KW
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