Ausstellung über preußische Reformer

Lichtenberg. Welcher bedeutende Einfluss auf die Reformen in Preußen seit dem Jahr 1810 von Lichtenberg ausging, das zeichnet die Ausstellung "Preußische Reformer in Lichtenberg" nach.

Das Leben und politische Wirken der Herren Carl August von Hardenberg und Friedrich Scharnweber ist Gegenstand der Ausstellung "Preußische Reformer in Lichtenberg", die jetzt im Museum Lichtenberg in der Türrschmidtstraße 24 zu sehen ist.

Der Preußische Staatskanzler Carl August von Hardenberg und sein engster Berater Christian Friedrich Scharnweber bewirtschafteten seit dem Jahr 1805 das Kämmereigut Lichtenberg nahe dem heutigen Loeperplatz. Im Mai 1810 war das Herrenhaus des Gutes Ort der so genannten "Lichtenberger Conferenzen" - geheime Zusammenkünfte, in denen die Weichen für den Fortgang der Reformen in Preußen gestellt wurden. Carl August von Hardenberg und Friedrich Scharnweber spielten bei diesen Zusammenkünften entscheidende Rollen. Graf von Hardenberg wurde von Friedrich Wilhelm III im Juni 1810 ins extra für ihn geschaffene Amt des preußischen Staatskanzlers eingesetzt und verfasste einige wichtige Edikte mit. Selbst wenn wichtige Teile des Reformwerkes letztlich nicht umgesetzt wurden: Der reformerische Grundimpuls aus dem Jahr 1810 wirkte noch lange ins 19. Jahrhundert nach und ließ Preußen zu einem der modernsten Staaten in Europa werden.

Die vom Historiker Knut Käpernick kuratierte und vom Künstler Gunnar Müller gestaltete Ausstellung "Preußische Reformer in Lichtenberg" ist noch bis zum 6. Juni zu sehen: dienstags bis freitags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter www.museum-lichtenberg.de.

Karolina Wrobel / KW
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