Lichtenberg schließt Städtepartnerschaft mit Hanoier Bezirk

Die Bürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) überreichte Herrn Dong Đuc Tuan, Vorsitzender des Volkskomitees des Bezirkes Hoàn Kiêm von Hanoi, eine trendige Lichtenberg-Tasche. (Foto: Bezirksamt Lichtenberg)
Hanoi (Vietnam): Hoàn Kiêm |

Lichtenberg. Nun ist es auch offiziell: Am 16. Oktober besiegelten Lichtenberg und Hoàn Kiêm, ein Bezirk der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi, ihre Partnerschaft. Rund 13 Stunden Flugzeit liegen zwischen den beiden neuen Freunden.

Trotz aller geographischen Entfernung: Die vietnamesische Kultur gehört schon seit langem zu Lichtenberg. "Hier leben etwa 8000 Menschen mit vietnamesischen Wurzeln", sagt Bürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD). Es ist nicht nur die größte vietnamesische Community in Berlin, sondern auch die aktivste. Viele der südostasiatischen Mitbürger engagieren sich in Kultur- und Sportvereinen. Eine vietnamesisch-deutsche Handelsbrücke ist das "Dong Xuan Center" in der Herzbergstraße, wo es künftig auch ein Kulturzentrum geben soll.

Es war also höchste Zeit, den freundschaftlichen Beziehungen eine offizielle Form zu geben. Es ist die siebte Partnerschaft, die der Bezirk eingeht. Die Bürgermeisterin Lichtenbergs reiste mit einer fünfköpfigen Delegation nach Hanoi, wo sie neben den politischen Vertretern auch Land und Leute kennenlernte. Und sie knüpfte Kontakte, zum Beispiel zu dem Händler Mai Huy Tan, der deutsche Wurst herstellt – ein Joint Venture mit einer Erfurter Fleischerei macht es möglich. "Ich konnte ihn dafür gewinnen, mit Lichtenberger Unternehmen zusammenzuarbeiten", so Monteiro.

Die Bürgermeisterin besuchte auch die 7. Klasse der Teung-Vuong-Mittelschule, in der Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird. Die Schule suche nun eine Partnerschule und Freunde aus Lichtenberg, mit denen sich die Schüler per Brief, E-Mail oder sozialen Netzwerken austauschen können, berichtet Monteiro.

Denn die Städtepartnerschaft soll mehr sein als eine bloße Freundschaftsbekundung. Sie soll Austausch fördern und die Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus, Kultur, Wirtschaft und städtischer Entwicklung stärken. Die Vereinbarung richte sich deshalb auch ausdrücklich an Vereine, Schulen und Bürger, die mit Projekten und Ideen zu einem Miteinander beitragen wollen. Anfragen nimmt die Städtepartnerschaftsbeauftragte Karin Strumpf unter karin.strumpf@lichtenberg.berlin.de entgegen. KW
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.