Hunde können auch künftig auf drei öffentlichen Auslaufplätze im Bezirk toben

Am Hönower Weg kann Steffen Walther seine Labrador-Hündin frei laufen lassen. (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. Schon im nächsten Jahr könnte das neue Hundegesetz gelten, das Leinenpflicht und Tütenzwang vorschreibt. Bei Lichtenberger Hundehaltern stößt es auf Zustimmung.

Das vom Senat vorgelegte Gesetz will die Halter stärker in die Pflicht nehmen. Das Mitführen von mehreren Tüten für Hundekot soll die Berliner Straßen und Plätze sauberer machen. Die Leinenpflicht soll Konflikte entschärfen. Noch muss das Abgeordnetenhaus über das Gesetz abstimmen.

Der Lichtenberger Hundehalter Steffen Walther sieht das Ganze durchaus positiv. "Ich rege mich ja selbst auf, wenn Hundekacke auf dem Gehweg liegt", sagt er. "Ist doch keine Mühe, das in die Tüte zu packen." Doch manchmal sei es gar nicht so einfach, sich korrekt zu verhalten. "Die Auflagen im Gesetzesentwurf sind okay. Doch was ist, wenn Mülleimer fehlen? Das Land muss die Voraussetzungen schaffen, damit das neue Gesetz eingehalten werden kann."

Steffen Walther ist Vorsitzender von "Free Dogs Berlin". Der Verein bewirtschaftet eine ehemalige 14.000 Quadratmeter große Brachfläche am Hönower Weg, die vom Bezirk als öffentliches Hundeauslaufgebiet ausgewiesen und dem Verein zur Nutzung kostenfrei übergeben worden ist. Es ist eines von drei öffentlichen Hundeauslaufgebieten im Bezirk, auf denen die Bellos auch künftig ohne Leine gerne gesehen sind. Die anderen Plätze sind an der Zwieseler Straße in Karlshorst und an der Seehausener Straße in Neu-Hohenschönhausen.

Das umzäunte Auslaufgebiet Hönower Weg ist Tag und Nacht geöffnet. Es gibt zwei Kottütenspender, die der Verein "Free Dogs Berlin" regelmäßig befüllt. Fünf Mülltonnen machen die Entsorgung einfach. Sie werden mehrmals in der Woche geleert. Ein Vertrag mit der Berliner Stadtreinigung (BSR) schafft die Voraussetzung dafür, dass der riesige Platz sauber bleibt. Zudem veranstalten die 21 Vereinsmitglieder zusammen mit vielen Nutzern regelmäßige Putzaktionen. Das kostet nicht nur ehrenamtlichen Einsatz, sondern auch Geld. Die Bewirtschaftung des Platzes schläft mit rund 650 Euro im Jahr zu Buche. "Bei 20 Euro Jahresbeitrag ist das nur mit Spenden zu schaffen", sagt Walther. Lob hat er vor allem für die Leute von der BSR. "Die unterstützen uns immer großartig!"

Trotzdem müsste noch vieles verbessert werden. Denn auf dem sandigen Untergrund können zwar Hunde gut toben, doch für Rollstuhlfahrer ist er schlecht befahrbar. Walthers Wunsch: "Ein behindertengerechter Rundweg wäre toll. Das ist aber bislang nur eine Vision." Das Auslaufgebiet wird angesichts des neuen Hundegesetzes immer wichtiger werden: "Denn hier können sich Hunde sozialisieren. Das mindert das Gefahrenpotenzial für Hund und Mensch."

Weitere Informationen gibt es unter der Adresse www.freedogsberlin.de.

Karolina Wrobel / KW
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