Bürgerkonferenz zur Bahnhofstraße am 24. Januar

Michael Delor ist eine Lichtenrader Institution und bei jedem Wetter aktiv. Er verlangt ein unabhängiges Stadtteilmanagement für die Bahnhofstraße. (Foto: BI)

Lichtenrade. Wie berichtet, wurde die Bahnhofstraße in das Bundesprogramm "Aktive Zentren" der Städtebauförderung aufgenommen. Nun muss bis spätestens Ende April ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet werden.

Im Erfolgsfall kann die Bahnhofstraße zunächst mit etwa bis zu fünf Millionen Euro aus dem Programm "Aktive Zentren" rechnen. Und das ist erst der Anfang. Mit weiteren, jährlich fließenden Geldern in Millionenhöhe wird gerechnet. Zu diesem Zweck ist kurz vor Jahresende auf dem Wochenmarkt am Pfarrer-Lütkehaus-Platz der Startschuss für die Bürgerbeteiligung bei der Erstellung des ISEK für die Bahnhofstraße gefallen.

Die nächste, als Bürgerkonferenz deklarierte Veranstaltung steht am 24. Januar von 14 bis 18 Uhr im Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, Rehagener Straße 35-37, auf dem Programm. Bis zu diesem Termin haben Bürger noch die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge beim Bürgeramt in der Briesingstraße 6 einzureichen.

Mit der Erstellung und Koordination des Konzepts ist das Berliner Stadt- und Regionalplanungsbüro "die raumplaner" beauftragt. Die zuständige Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Stadtentwicklung, Sibyll Klotz (Bündnis 90/Grüne): "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir nun die nächsten Schritte gemeinsam mit den Bürgern und den Akteuren vor Ort gehen und einen gemeinsamen Weg für die positive Entwicklung der Bahnhofstraße finden." Als ersten Schritt auf diesem Weg verlangt zum Beispiel Michael Delor, Sprecher der Bürgerinitiative "Rettet die Marienfelder Feldmark" sowie der BUND-Bezirksgruppe und aktiver Unterstützer der AG Bahnhofstraße, die Gründung eines unabhängigen Stadtteilmanagements mit Einbeziehung, aller Vereine und Initiativen.

Wie mehrfach berichtet, ist die Diskussion um die Bahnhofstraße von teilweise konträren Ideen und Interessen geprägt. Im Klartext heißt das, dass sich mindestens zwei um den "richtigen Weg" erbittert streitende Lager gegenüber stehen. Auf der einen Seite ist das die AG Bahnhofstraße, die fast alle in Lichtenrade relevanten Initiativen, Vereine, namhafte Künstler und engagierten Nachbarn um sich geschart hat und auch von der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung unterstützt wird. Auf der anderen Seite steht das "Bürgerforum Zukunft Lichtenrade", das nach eigenen Angaben "einen beachtlichen Teil der Bürger- und Unternehmerschaft" repräsentiert. Es bleibt spannend.

Die aktuellen Entwicklungen sollen regelmäßig auf der Internetseite des Bezirksamts unter http://asurl.de/112r veröffentlicht werden.

Horst-Dieter Keitel / hdk
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