Genossenschaft saniert 800 Wohnungen sozialverträglich

Bevor die Richtkrone gesetzt wurde, mussten zunächst die Politprominenz beim Nagel einschlagen den Hammer schwingen. (Foto: K. Menge)

Lichterfelde. Am Freitag, 26. September, feierte die Genossenschaft Märkische Scholle in ihrer Wohnanlage entlang des Ostpreußendamms an der Stadtgrenze zu Teltow Richtfest. Das Haus Schwelmerstraße 2 hat einen neuen Dachaufbau erhalten. Im Dachgeschoss entstehen neue Wohnungen.

"Es wird nicht das letzte Richtfest sein, das wir in dieser Anlage feiern", sagte Jochen Icken vom Vorstand der Märkischen Scholle. In den nächsten Jahren werden noch einige Richtkronen über komplett neu gebaute oder ausgebaute Häuser gesetzt werden. Die Genossenschaft saniert in Lichterfelde Süd über 800 Wohnungen. Es ist das größte Wohngebiet der Märkischen Scholle und das bislang aufwendigste Sanierungsprojekt.

Im Frühjahr haben die Bauarbeiten begonnen. Von der Sanierung betroffen sind insgesamt 841 Wohnungen aus den 1930er- und 1960er-Jahren. Die Genossenschaft investiert rund 70 Millionen Euro in das Projekt.

"Die Wohnungsbaugenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag zur Wohnraumversorgung in Berlin. Und Berlin braucht dringend Wohnungen", sagte Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär für Bauen und Wohnen, anlässlich des Richtfestes.

Das Sanierungsprojekt der Märkischen Scholle lobte er als besonders sozialverträglich und energieeffizient. Denn trotz des Aufwandes würden die Mieten kaum steigen. Das läge wiederum an der hohen Energieeffizienz, die durch ein ganzheitliches Energiekonzept erreicht wird. Energie für die Gebäude wird fast vollständig selbst erzeugt und aus Solaranlagen und der Wärmerückgewinnung aus der Abluft gewonnen. Somit entfällt in Zukunft ein Großteil der Energiekosten.

Vorbildlich sei auch die Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Menschen und von Familien. Denn im Zuge der Maßnahme entstehen in den Dachausbauten größere Wohnungen für Familien.

Im nächsten Jahr sind zwei Neubauten mit 32 barrierearmen Wohnungen für ältere Bewohner geplant. Insgesamt entstehen 60 zusätzliche Wohnungen.

Beeindruckt von der Sanierungsmaßnahme zeigte sich auch Bürgermeister Norbert Kopp (CDU). Das Projekt sei ein gutes Beispiel dafür, wie sozialverträglich saniert werden kann. Normalerweise könnten die Sanierungskosten auf die Miete umgelegt werden. Die Warmmiete würde dann rechtlich zulässig von 7,49 Euro auf 12,92 Euro pro Quadratmeter angehoben werden.

Mit der Sanierung des Hauses Schwelmerstraße 2 ist auch der erste Bauabschnitt abgeschlossen. In Kürze werden die ersten Genossenschaftsmitglieder zurück in ihre frisch sanierten Wohnungen ziehen.


Karla Menge / KM
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