Eltern fordern seit vier Jahren Tempo 30 im Osteweg

Eltern fordern Tempo 30: Kurz vor Schulbeginn ist das Überqueren des Osteweges eine gefährliche Sache. (Foto: K. Menge)

Lichterfelde. Wenn die Schüler der privaten

Phorms-Schule

den Osteweg zum Schulgebäude überqueren wollen, müssen sie oft lange warten. Die Autos fahren um diese Zeit zum Teil Stoßstange an Stoßstange. Kaum einer lässt die wartenden Grundschüler passieren."Wir trauen uns nicht, unsere Kinder allein zur Schule zu schicken", sagt Elke Brumm. Die besorgte Mutter und andere Eltern machen sich seit vier Jahren stark für eine Tempo-30-Zone oder einen Fußgängerüberweg auf dem Osteweg. Auch Nicola Reiner möchte ihre Kinder nicht allein in die Schule gehen lassen, obwohl die Familie in der Nähe wohnt.

Vor allem zwischen der Seehofstraße und der Schottmüllerstraße müsse auf dem Osteweg etwas passieren, um den Schulweg von 435 Kindern sicherer zu machen, sagen die Eltern, die eine AG Sicherheit und Verkehr ins Leben gerufen haben. Dabei würde schon eine Ausweitung der Tempo-30-Zone reichen, die in der Seehofstraße bis zur Ecke Osteweg existiert. Die Eltern wären schon zufrieden, wenn nur zu den Stoßzeiten kurz vor Schulbeginn und unmittelbar nach Schulschluss ein Tempo-30-Gebot angeordnet würde.

Mit der Begründung, dass das Verkehrsaufkommen im Osteweg zu gering sei und eine erhöhte Unfallgefahr nicht bestehe, hat die Verkehrslenkung Berlin einen entsprechenden Antrag ad acta gelegt. Der Verkehr zu Stoßzeiten sei von den Eltern hausgemacht, weil der überwiegende Teil der Kinder von den Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht werde. Die Bezirksverordnetenversammlung unterstützt dagegen die Eltern. Sie hat das Bezirksamt in einem Beschluss 2008 aufgefordert, sich aus Gründen der Schulwegsicherung beim Senat für Tempo 30 im Osteweg zwischen Seehofstraße und Platz des 4. Juli einzusetzen. Ohne Erfolg. Doch die Eltern wollen nicht aufgeben und weiter für die Sicherheit ihrer Kinder kämpfen.


Karla Menge / KM
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