Gehweg an der Pilgramer Straße nicht mehr zu erkennen

Der Fußgängerweg auf Höhe von neu gebauten Einfamilienhäusern ist auf der Pilgramer Straße nicht mehr zu erkennen. Da auch die Parkverbotsschilder abmontiert sind, parken darauf Autos. (Foto: hari)

Mahlsdorf. Der zunehmende Verkehr auf der Pilgramer Straße ist für Anwohner schon lange ein Ärgernis. Inzwischen sorgt ein unterbrochener Fußgängerweg für weitere Verstimmung.

Wer zu Fuß entlang der Pilgramer Straße in Richtung B1/B5 gehen will, hat ein Problem. Auf der westlichen Seite gibt es zwar einen Fußgängerweg. Er ist aber auf einem 280 Meter langen Abschnitt meist von Autos zugeparkt. Er besteht nur aus einem Betonstreifen, der auf einer Höhe mit der Fahrbahn liegt und von dieser nur mit einer weißen Linie getrennt ist.

„Wegen der parkenden Autos müssen wir Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen“ sagt Manfred Scharny. Das sei wegen der vielen Lkw und Pkw schon für gesunde Menschen schwierig und gefährlich. Seine Frau sei aber nach einem Schlaganfall behindert und so müsse er, wenn er mit ihr unterwegs ist, mit ihr im Rollstuhl von dem Fußgängerweg herunter und auf die Straße. Er habe sich mehrfach an das Ordnungsamt gewandt, aber ohne erkennbaren Erfolg.

Vor einigen Monaten wurden auch noch die Parkverbotsschilder an dem Fußweg entfernt. Laut Verkehrsstadtrat Johannes Martin (CDU) habe dies die Verkehrslenkung des Senats auf Bitten von Bewohnern der neuen Häuser in der Siedlung um die Theodorstraße veranlasst. Im übrigen erklärte der auch für das Ordnungsamt verantwortliche Stadtrat, dass seine Mitarbeiter bereits regelmäßig den ruhenden Verkehr kontrollierten. Er sei auch bereit, die Kontrollen noch zu verstärken. Weil Parkverbotsschilder fehlten, könne das Ordnungsamt an dem betonierten Fußweg aber keine Knöllchen verteilen.

Voraussichtlich ab September werde die Pilgramer Straße aber auf diesem Abschnitt erneuert. Zuvor planen die Berliner Wasserbetriebe umfangreiche Leitungsarbeiten. Dann werde auch der Gehweg auf der westlichen Seite saniert und zwar zwischen der Bushaltestelle und der B1/B5. „Dann wäre der Gehweg vollständig und auch für die Autofahrer als solcher erkennbar“, sagt Scharny. Der Möbelhändler Porta, der gerade auf der östlichen Seite der Pilgramer Straße ein neues Einrichtungszentrum baut, will bis Ende 2018 auch einen Gehweg entlang seines Grundstücks bauen. hari
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Sylvia Zoeke aus Mahlsdorf | 27.03.2017 | 13:31  
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