Schon wieder kamen am Blümelteich drei Wasservögel um

Mariendorf. Der Blümelteich entwickelt sich offenbar zum gefährlichen Ort für Wasservögel. Aktuell gibt es drei weitere Todesfälle. Innerhalb einer Woche starben im März ein Höckerschwan, eine Reiher- und eine Stockente eines unnatürlichen Todes.

Schon seit Jahren wurden und werden Schwäne, Enten und Gänse, die sich den Teich im Volkspark Mariendorf als Lebensraum ausgesucht haben, brutal attackiert. Unter anderem wurden Tiere mit Luftgewehren beschossen und mit Dartpfeilen beworfen. Einmal wurden sogar Täter beobachtet, die einen Schwan mit einer Holzlatte geschlagen und schwer verletzt haben. Neuerdings scheint nach Aussage einer Anwohnerin auch Gift im Spiel. Viele Vögel überleben das nicht. Entweder seien sie vor Ort gestorben oder mussten in der Tierklinik eingeschläfert werden.

"Das muss aufhören"

Die Polizei hat nach entsprechenden Anzeigen zwar längst Ermittlungen gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Und um die Fahndung zu unterstützen, hatte die Tierrechtsorganisation PETA Anfang des Jahres 1000 Euro Belohnung für Hinweise ausgelobt, die zur Überführung des Täters oder der Täter führen. Gebracht hat das allerdings nichts.

Das bereitet dem Bezirksamt zunehmend Kopfzerbrechen. Der für das Ordnungsamt zuständige Stadtrat Oliver Schworck (SPD) ist über die Tierquälerei entsetzt. "Das muss endlich aufhören. Zuerst wurde ja vermutet, dass es sich um Jugendliche handelt, aber hier scheint ein ausgesprochener Vogelhasser unterwegs zu sein. Und wenn das so ist, kann der eigentlich nur aus der Umgebung kommen", mutmaßt der Politiker. Schließlich gibt es in Tempelhof und den anderen Ortsteilen weitere, regelmäßig von Wasservögeln aufgesuchte Gewässer - und da passiert nichts Annäherndes. Dass das Wasser des Mariendorfer Teichs mit Giftstoffen belastet sein könnte, gilt aber als eher unwahrscheinlich. Die letzte Wasserprüfung ist zwar schon etwas her, brachte aber diesbezüglich nichts.

Sachdienliche Hinweise an das Ordnungsamt unter 902 77 34 60, ordnungsamt@ba-ts.berlin.de oder jede Polizeidienststelle werden vertraulich behandelt.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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