Dresdner Bahn: Sechs Kilometer lange Baustelle quer durch Marienfelde genehmigt

Der Bahnübergang, an dem die S-Bahn quer über die Säntisstraße rollt, soll verschwinden und durch eine Eisenbahnbrücke ersetzt werden. (Foto: HDK)

Marienfelde. Der Ausbau des 6,3 Kilometer langen Teilstücks der Dresdner Bahn zwischen den S-Bahnhöfen Priesterweg und Schichauweg wurde Ende Mai genehmigt. Noch in diesem Jahr soll es am Bahnübergang Säntisstraße mit der Großbaustelle losgehen.

Die Deutsche Bahn teil dazu mit: „Das Eisenbahn-Bundesamt hat einen weiteren Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der Dresdner Bahn auf den 16 Kilometern zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde erlassen. Die Behörde genehmigte jetzt die Planungen im Abschnitt 1 Marienfelde für den Ausbau der Bahnstrecke auf den 6,3 Kilometern zwischen Prellerweg und Schichauweg. Damit liegen alle Baugenehmigungen für die Streckenabschnitte im Stadtgebiet von Berlin vor.“ Voraussichtlich ab Herbst müssen Autofahrer und S-Bahnnutzer in diesem Gebiet wohl mit teils erheblichen Einschränkungen rechnen. Zum Beispiel soll der bislang beschrankte Bahnübergang, an dem die S-Bahn zurzeit quer über die Fahrbahn der Säntisstraße rollt, verschwinden und durch eine Eisenbahnbrücke ersetzt werden, unter der dann der Autoverkehr hindurchgeführt wird.

Der Bahnübergang wird während der Bauzeit für den Verkehr gesperrt. Nur die Fertigstellung einer provisorischen Fußgängerbrücke ist für das kommende Frühjahr geplant. Damit fällt eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Tempelhofer Damm und dem Marienfelder Gewerbegebiet Motzener Straße voraussichtlich jahrelang aus. Unter anderem soll als Nächstes dann der S-Bahnhof Buckower Chaussee verschoben werden. An der ebenfalls beschrankten Station Buckower Chaussee sollen eine Straßenbrücke über die Bahngleise gebaut und die beiden S-Bahnsteige unter die Brücke verlegt werden. Zudem werden am S-Bahnhof Schichauweg die Eisenbahnbrücken über der Straße und über dem Fußgängertunnel um neue Brücken für die beiden Fernbahngleise erweitert. Und auch am S-Bahnhof Attilastraße sowie über den Teltowkanal und über die Großbeerenstraße (B 101) sind neue Brücken geplant. Hauptsächlich werden in dem jetzt genehmigten Abschnitt die zwei Fernbahngleise für die Dresdner Bahn neben den S-Bahngleisen verlegt. Die Bahnplaner gehen von einer insgesamt etwa achtjährigen Bauzeit aus.

Wie es im nächsten Streckenabschnitt vom Schichauweg über den S-Bahnhof Lichtenrade nach Blankenfelde weitergehen soll, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Wie berichtet, klagt die Bürgerinitiative momentan vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den ebenerdigen Ausbau der Strecke durch Lichtenrade und fordert stattdessen, die Gleise in einem Tunnel unter den Ortsteil hindurch zu führen. Das Urteil wird kommende Woche gesprochen. HDK

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