Warnstreiks im Bezirk

Der Widerstand gegen den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen durch den US-amerikanischen Konzern General Electric wächst. In der vergangenen Woche gingen Beschäftigte der Power Conversion GmbH (GE Power) – ein Tochterunternehmen – in Marienfelde auf die Straße, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Von derzeit 780 Mitarbeitern sollen laut der Konzernpläne 500 wegfallen. Der kompletten Fertigung am Standort von GE Power in der Culemeyerstraße 1 droht die Schließung. Dies hätte „Auswirkungen auf die ganze Wertschöpfungskette“, wie der Betriebsratsvorsitzende Martin Ruess gegenüber der Berliner Woche betont. Für den Erhalt der Arbeitsplätze wollen die Arbeitnehmer weiterkämpfen. Am Standort in Marienfelde werden unter anderem Stromumwandler für Solar- und Windkraftanlagen gebaut.

An den von der IG Metall aufgerufenen Warnstreiks beteiligten sich auch die Arbeitnehmer anderer Unternehmensstandorte aus der Region. So streikten zum Beispiel am 11. Januar die Mitarbeiter des ebenfalls aus den USA stammenden Unternehmens Procter & Gamble vor dem Gillette-Werk in der Oberlandstraße in Tempelhof. Zudem gab es auch bei Stadler Pankow und Bosch Sicherheitssysteme Arbeitsniederlegungen.

Die IG Metall fordert in einer Mitteilung bundesweit „sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate, Wahloptionen für moderne Arbeitszeitmodelle sowie eine Angleichung der Arbeitszeiten zwischen Ost und West“. Vorstandsmitglied Irene Schulz äußerte massive Kritik. „Es ist jetzt an den Arbeitgebern, endlich ein Angebot vorzulegen. Zwei Prozent mehr Lohn, aber nur bei Mehrarbeit und dem Verzicht auf Zuschläge, sind keines. Das ist eine Provokation. Sie ignoriert eure Beiträge zu den guten Ergebnissen und den Rekordgewinnen der Metall- und Elektroindustrie“, sagte sie am 10. Januar vor streikenden Metallern. PH
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