Pläne zur Sanierung des Rathauses Marzahn geplatzt

Das Bezirksamt möchte das Marzahner Rathaus vom BIM sanieren lassen. Als Gegenleistung hat es zur Zeit aber noch nicht viel zu bieten. Foto: hari (Foto: hari)
Berlin: Rathaus Marzahn |

Marzahn. Die über Jahre hinweg verfolgen Pläne zur Sanierung des Rathauses Marzahn sind allesamt im Sande verlaufen. Inzwischen droht das Gebäude wegen Baumängeln gesperrt zu werden.

Das Rathaus am Helene-Weigel-Platz war bis 2001 Verwaltungszentrale des Bezirks Marzahn. Heute wird es als Sitz des Stadtplanungsamtes und des Vorstandes und der Fraktionen der BVV genutzt. Es gehört zu den wenigen in der DDR geplanten und gebauten Gebäuden, die eine gewisse Originalität aufweisen. 2008 stellte es der Senat unter Denkmalschutz.

Seit der Einweihung 1988 ist aber am Gebäude nichts mehr gemacht worden. Die Fassade weist zahlreiche Schäden auf und nach Schlagregen stehen Pfützen in einzelnen Räumen. Die Fenster sind dringend sanierungsbedürftig und die Arbeitsräume müssten instandgesetzt werden. Die Sanierung würde laut dem Bezirksamt rund 20 Millionen Euro kosten.

2012 entwickelte das Bezirksamt dazu das Konzept „Rathaus 2017“. Mehrere Gebäude unter anderem das Rathaus sollten an die Berliner Immobilien Management GmbH (BIM) abgegeben werden. Die BIM sollte aus dem Verkaufserlös von Grundstücken des Bezirks die Sanierung des Rathauses finanzieren. Anschließend wollte das Bezirksamt das Gebäude zurückmieten. Im Gegenzug sollte das Rathausgebäude in Helle Mitte aufgegeben werden. Aus Rücksicht auf den Standort Helle Mitte verlängerte das Bezirksamt indes den Mietvertrag. Auch die Abgabe von Gebäuden ist vom Tisch. Die Verwaltung benötigt Personal und entsprechend Büroflächen. Immobilienstadtrat Stephan Richter (SPD) erklärte daher das Konzept „Rathaus 2017“ auf der jüngsten Bezirksverordnetenversammlung für gescheitert. Die Abgabe und Wiederanmietung des Marzahner Rathauses nach dessen Sanierung könnte dennoch eine Option sein und müsste mit der BIM neu verhandelt werden.

Auf Anfrage der Berliner Woche teilte die BIM mit, dass der Bezirk in diesem Fall andere Flächen abgeben müsse. Das Bezirksamt hat die BIM gebeten, entsprechende Vorschläge zu machen. „Die Prüfung läuft derzeit noch“, sagt BIM-Sprecherin Katja Cwejn. hari
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