Die Linke kritisiert Verhalten der Polizei

Marzahn. Bei einer Demonstration von Neonazis kam es am 3. November zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Gegendemonstranten.

Ein Demonstrationszug von 200 Personen setzte sich am Montag, 3. November, gegen 19.30 Uhr von der Landsberger Allee/Ecke Blumberger Damm in Bewegung. Auf dem Rundkurs über die Raoul-Wallenberg-Straße, Märkische und Mehrower Allee und zurück zum Blumberger Damm wuchs die Zahl der Demonstranten nach Angaben der Polizei auf 270 an. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Mit Beginn der Demo versuchten Gegendemonstranten, den Aufzug zu stören. Eine Gruppe von 15 Personen griff den Zug sogar an. Die Polizei stellte sich dazwischen, geriet dabei aber selbst in Auseinandersetzungen mit den Demo-Gegnern. Ein Beamter musste sich ärztlich behandeln lassen.

Ursprünglich war die Demo von einem Anwohner der Schönagelstraße angemeldet worden. In der Straße soll Anfang 2015 ein Containerdorf für rund 400 Asylbewerber errichtet werden. Er zog seinen Antrag jedoch zurück. Daraufhin meldeten rechte Gruppen die Demo erneut an.

Der Bezirksvorstand der Linken kritisiert die Polizei. Aus ihrer Sicht hätte die Demo an diesem Tag nicht genehmigt werden dürfen. Die Rechten hätten die vorhandene Aufmerksamkeit durch die erste Demo-Anmeldung für sich ausgenutzt. "Wir fordern, dass sich der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses mit den Umständen und dem Ablauf des Polizeieinsatzes befasst", sagt der Linke-Bezirksvorsitzende Norbert Seichter.

Unterdessen bietet das Bezirksamt regelmäßig Brügersprechstunden für Anwohner des künftigen Asylbewerberheims in der Schönagelstraße an. Sie finden im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte, Marzahner Promenade 38, statt. Die nächsten Termine sind Montag, 17. November, 15-17 Uhr und Freitag, 28. November, 9-11 Uhr. Unabhängig davon wird eine telefonische Beratung per Handy unter 0176/93 67 05 64 angeboten. Mehr Infos auch zu weiteren Anwohner-Sprechstunden unter 998 95 02.


Harald Ritter / hari
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