Bezirk will Gelder für Frauensporthalle schneller kürzen

Die Bezirksverordnetenversammlung stimmt am 14. Dezember darüber ob, ob die Frauensporthalle die derzeit eingefrorenen Gelder erhält. (Foto: hari)

Die Frauensporthalle kann wahrscheinlich zumindest ein Jahr weiter existieren. Das Bezirksamt hat der Bezirksverordnetenversammlung ein Konzept und eine Vereinbarung mit dem Betreiber vorgelegt.

Danach soll der Betreiber unter anderem in kürzerer Zeit für höhere Nutzerzahlen in der Frauensporthalle sorgen. Gleichzeitig kündigt das Bezirksamt an, die Zuwendungen bis spätestens 2020 auf jährlich 70 000 Euro und bis 2022 auf 60 000 Euro zu senken.

Betreiber der Frauensporthalle ist seit Januar 2015 der Verein für Sport und Jugendsozialarbeit (VSJ). Seitdem ist die ehemalige Mehrzweckhalle des Freizeitforums Marzahn an fünf Tagen in der Woche ausschließlich dem Frauensport vorbehalten, an zwei weiteren Tagen für die gemischte Nutzung durch Sportgruppen. Die Arbeit wird zu einem großen Teil durch die Mitgliedsbeiträge der  Frauen finanziert, die dem zu diesem Zweck extra gegründeten Verein „Fit und Fun Marzahn" angehören.

Die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen und aus dem Verkauf von Karten für Sportveranstaltungen decken jedoch bei Weitem nicht die Betriebskosten. Deshalb steuerte das Bezirksamt bisher jedes Jahr allein 80 000 Euro hinzu, um die Personalausstattung zu finanzieren. Bei den Beratungen des Doppelhaushaltes 2018/19 hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diese Praxis kritisiert und Änderungen gefordert. Sie sperrte die Ausgaben zunächst und machte die Freigabe der Gelder abhängig von der Vorlage eines neuen Konzeptes. Ob das nun vorliegende Papier ausreicht, darüber stimmt die Bezirksverordnetenversammlung voraussichtlich auf der nächsten Sitzung am Donnerstag, 14. Dezember, um 17 Uhr im Freizeitforum, Marzahner Promanade 55, ab.
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