Vorsicht bei der Pedelec-Reparatur

Der Akku streikt: Wenn es bei Pedelecs zu Problemen mit der Elektronik kommt, sollte ein Fachmann ran. (Foto: Tobias Hase)

Räder mit Elektroantrieb sind in den vergangenen Jahren in Deutschland beliebter geworden. Doch wenn der Motor einmal lahmt, kann meist nur der Fachhändler weiterhelfen.

Bestimmte Reparaturversuche auf der heimischen Werkbank können nämlich gefährlich werden. "Bei Display, Akku und Motor gilt: keinesfalls öffnen", sagt Wasilis von Rauch vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Denn: Wie der Name Elektrofahrrad schon sagt, fließt Strom durch einige Teile des Rades.

Dabei ist ein elektrischer Schlag noch eine der kleineren Gefahren. Viel gefährlicher ist ein Kurzschluss, bei dem der Akku sehr heiß werden kann oder sogar in Brand gerät. "Im schlimmsten Fall kann er explodieren. Der Brand eines Lithium-Ionen-Akkus lässt sich zudem kaum noch löschen", warnt der Experte.

Der einzig sinnvolle Instandsetzungsversuch in Eigenregie darf mit dem Reset-Knopf unternommen werden. "Probleme bei Pedelecs haben tatsächlich oft mit der Software zu tun", sagt René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Für das Zurücksetzen muss in der Regel der Anschalteknopf am Akku für etwa 20 Sekunden gedrückt werden. Dieser Systemneustart kann manchmal schon das Problem lösen, das man mit dem E-Antrieb hat.

Eine gute Nachricht zum Schluss: Zu einem großen Teil funktionieren Pedelecs wie herkömmliche Fahrräder. "Alles, was mechanisch ist, kann man in der Regel selbst reparieren", sagt von Rauch. Hobbytüftler können also auch bei Pedelecs den Schraubenschlüssel zücken. Sie sollten ihn nur von Akku und Motor fernhalten.


dpa-Magazin / mag
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