Rechtzeitig gegen Schimmel vorbeugen

Erhält ein Gebäude eine nachträgliche Innendämmung, gibt es häufig Probleme mit Kondenswasser. Im schlimmsten Fall bildet sich Schimmel.

Eindringende Feuchtigkeit schlägt sich an der nun kühleren Außenmauer nieder und führt häufig zur Schimmelbildung. Daher brauchen Innendämmungen eine Dampfbremse oder saugfähiges Material. Das erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin.

Feuchtigkeit, die durch Kochen, Duschen und das Atmen entsteht, schlägt sich an der kältesten Stelle im Raum nieder. Dort kondensiert sie. Wird ein Gebäude innen gut gedämmt, wird die äußere Wand nicht mehr so gut aufgeheizt und ist kühler, erklärt der VPB-Sachverständige Thomas Weber. Zwar ist das so gewollt, aber dadurch ergibt sich ein Problem: Dringt Feuchtigkeit in die Innendämmung ein, kondensiert sie an der kühleren Wand, auf der das Dämmmaterial angebracht ist. Der Baustoff wird nass, und Schimmel kann wachsen.

Deshalb werden etwa kapillaraktive Innendämmungen verwendet. Ihr Material kann die Feuchtigkeit aufsaugen - Weber vergleicht das mit einem Löschblatt in Schreibheften. Die Innendämmung hält die Feuchtigkeit aber nicht, sondern leitet sie über feine, langgestreckte Hohlräume, die Kapillare, zurück in den Raum. Eine Innendämmung mit Dampfbremse verhindert, dass Feuchtigkeit in den Baustoff eindringt und bis zur Außenwand vordringt. Das kann aber ein Problem bei feuchten Außenwänden sein - etwa auf der Wetterseite, wo viel Schlagregen gegen die Wand prasselt. Hier kann die Dampfbremse auch verhindern, dass die durchfeuchtete Außenwand zur Raumseite hin austrocknet. Hier gibt es laut VPB spezielle Dampfbremsen.


dpa-Magazin / mag
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