Dialog zur Gestaltung des Areals zwischen Fernsehturm und Spree beginnt

Mitte. Im kommenden Jahr sollen bei verschiedenen Veranstaltungen Ideen gesammelt werden, wie der Freiraum zwischen Fernsehturm und Spree gestaltet werden soll. Es gibt auch einen Online-Dialog.

Die großen Freiflächen auf dem sogenannten Rathausforum zwischen Marienkirche und Rathaus sowie das Marx-Engels-Forum zwischen Spandauer Straße und Spree waren einst dicht bebaute Viertel. Die Häuser wurden m Krieg größtenteils zerstört, die Trümmer in der DDR abgetragen. Wie die Berliner Mitte zukünftig aussehen soll, will Senatsbaudirektorin Regula Lüscher jetzt in einem Dialogverfahren mit Bürgern, Institutionen, Politikern, Verwaltung und weiteren Akteuren diskutieren. Das Areal ist "das letzte prominente Innenstadt-Terrain, dessen Gestaltung und Nutzung noch nicht politisch entschieden und festgeschrieben wurde", teilte die Senatsbauverwaltung mit.

"Dialogprozess Berliner Mitte" heißt das Beteiligungsverfahren, das im nächsten Jahr beginnt. "In dem Verfahren werden die Grundlagen für eine reflektierte und gute Entscheidungsfindung gelegt", so Lüscher. "Letztendlich haben Senat und Abgeordnetenhaus die Entscheidungshoheit über das weitere Vorgehen respektive die Inhalte eines möglicherweise folgenden städtebaulichen Wettbewerbs", sagt Lüscher und betont die "bürgerschaftliche Mitverantwortung in der Vorbereitung von Planungs- und Entscheidungsprozessen". Die Firma Zebralog wird den Dialogprozess konzipieren und die Veranstaltungen moderieren und koordinieren. Es soll verschiedene öffentliche Angebote für spezielle Zielgruppen geben, wie zum Beispiel Fachworkshops und Bürgerwerkstätten, aber auch Theater und künstlerische Aktionen. Mitmachen kann jeder auch im Internet - ein Online-Dialog ist in Vorbereitung. Aus den unterschiedlichen "Formaten", wie die einzelnen Beteiligungsbausteine heißen, werden dann Vertreter in ein Forum Berliner Mitte entsandt, "das die erarbeiteten Erkenntnisse und Ideen bündelt und gemeinsam mit Politik und Verwaltung die Entscheidungen vorbereitet", heißt es. Die Senatsbaudirektorin will Anfang des neuen Jahres das Konzept des "Dialogprozesses Berliner Mitte" ausführlich vorstellen.


Dirk Jericho / DJ
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