Berliner Woche spendet Preisgeld an "Die Hilfsbereitschaft"

Carola Schaaf-Derichs von der Landesfreiwilligenagentur Berlin freut sich über die Spende, die ihr Chefredakteur Helmut Herold überreicht. (Foto: Hahn)

Berlin. Ein lang gehegter Wunsch kann in Erfüllung gehen. Die Landesfreiwilligenagentur Berlin wird die Internetplattform der jährlichen Freiwilligenbörse modernisieren und mit ihrem Beratungsportal vernetzen. Das Geld wurde von der Berliner Woche gespendet.

Kurz vor Weihnachten war es so weit. Carola Schaaf-Derichs, Geschäftsführerin der Landesfreiwilligenagentur, nahm aus den Händen von Helmut Herold, Chefredakteur der Berliner Woche und des Spandauer Volksblatts, die Spende in Höhe von 5000 Euro entgegen. "Eine so große Spende hat unser Trägerverein ,Die Hilfsbereitschaft‘ noch nie erhalten", freute sich Carola Schaaf-Derichs. Bislang hatte sie stets dafür gesorgt, dass andere Organisationen mit Spenden bedacht wurden, indem sie Sponsoren beriet, wo deren Geld den größten Nutzen stiften könnte.

Und so blieb ein Projekt der Landesfreiwilligenagentur, die sich auch "Treffpunkt Hilfsbereitschaft" nennt, lange nur eine Vision, da das dafür notwendige Geld fehlte. "Dabei ist unser Internetportal für die Freiwilligenberatung dringend erweiterungsbedürftig", sagt die Geschäftsführerin. Auf der Freiwilligenbörse stellen sich jedes Jahr Anfang Mai rund 100 Vereine mit ihren Angeboten vor, um auf diese Weise neue Mitstreiter gewinnen zu können. 1800 Neugierige kamen in diesem Jahr ins Rote Rathaus und informierten sich über die vielfältigen Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements in Berlin.

Weil die Freiwilligenbörse den Organisationen den direkten Kontakt mit so vielen Interessenten an einem Tag ermöglicht, sind die 100 Stände im Roten Rathaus stets sehr begehrt. Es gibt immer mehr Bewerber als Stände. Wer sich auf der Börse präsentieren möchte, kann sich ab Mitte Januar im Internet anmelden. "Diese Funktion wollen wir noch komfortabler gestalten", sagt Carola Schaaf-Derichs. Auch die Jury, die unter allen Bewerbern die Teilnehmer auswählt, soll dafür die Internetseite nutzen können.

Und schließlich sollen alle Teilnehmer auf der Internetseite mit ihren Angeboten vorgestellt werden. "Das ist ein zusätzlicher Service für all diejenigen, die nicht ins Rote Rathaus kommen können, sich aber trotzdem informieren wollen, wo sie sich engagieren können", sagt Carola Schaaf-Derichs. "Deshalb sollen die Präsentationen der Teilnehmer das ganze Jahr über auch auf unserer Beratungsplattform einsehbar sein."

"Wir freuen uns, dass wir ein Projekt mit einer solchen langfristigen Wirkung unterstützen können", sagt Chefredakteur Helmut Herold, der intensiv nach der besten Verwendung für die 5000 Euro gesucht hatte. Diesen Betrag hatte der Berliner Wochenblatt Verlag im April erhalten, als er mit dem "Durchblick", dem Preis für Bürger- und Verbrauchernähe des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter, ausgezeichnet wurde. Die Berliner Woche ist damit die einzige Zeitung in Deutschland, die diesen Preis bereits zum zweiten Mal erhielt.

Qual der Wahl

In der Ausschreibung für den "Durchblick" ist festgelegt, dass mit dem Preisgeld bürgernahe Gemeinprojekte unterstützt werden sollen. "Da hatten wir die Qual der Wahl", sagt Chefredakteur Herold. Denn die meisten Organisationen, in denen sich Berlinerinnen und Berliner bürgerschaftlich engagieren, sind chronisch unterfinanziert. Jede einzelne hätte sich über eine Spende gefreut. "Doch dann sahen wir die Chance, mit der neuen Internetseite für die Freiwilligenbörse gleich 100 Organisationen auf einmal zu unterstützen", so Herold. Und das Jahr für Jahr.

Diese Lösung passe zudem perfekt zur Engagementstrategie der Berliner Woche und des Spandauer Volksblatts. Seit Februar 2011 gibt es in allen 33 Ausgaben die Seite "Berlin engagiert", auf der engagierte Menschen, Vereine und Unternehmen vorgestellt werden sowie Experten und Prominente zu Wort kommen.

Außerdem gibt es dort jede Woche die kostenlose Kleinanzeigenrubrik "Freiwillige gesucht!", in der soziale Vereine informieren, in welchen Bereichen sie Unterstützung benötigen. "Das ist genau der gleiche Ansatz, wie er mit der Freiwilligenbörse verfolgt wird", sagt der Chefredakteur.


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