Handschriftlich Grüße schicken

Lieber schlicht und stilvoll als kitschig: Glückwünsche dürfen nicht übertrieben sein. (Foto: Andrea Warnecke/dpa/mag)

Keine E-Mail, keine SMS und keine Nachricht über Facebook & Co. zum Jubiläum.

"Handgeschriebene Glückwunschschreiben sind auch im Internetzeitalter noch en vogue - und das über alle Generationen hinweg", sagt Agnes Jarosch vom Deutschen Kniggerat in Bonn. Nur bei entfernten Bekannten sei es in Ordnung, einen Glückwunsch über das Internet zu verschicken.Damit die Worte dem Beschenkten auch im Gedächtnis bleiben, rät Redenschreiber Frank Rosenbauer: "Die Glückwünsche müssen individuell auf den Adressaten eingehen, sonst gehen sie im Stapel der anderen Glückwünsche unter." Das schaffe eine persönliche Anekdote, aber auch ein Zitat, das berühmt oder nur dem Leser bekannt ist. Es sollten nicht einfach nur Superlative aneinandergereiht werden, sagt Rosenbauer. Dennoch dürfe man den Anlass nutzen, um dem Gegenüber zu zeigen, wie wichtig er oder sie einem ist. "Keine Angst vor Emotionalität. Dadurch macht man dem Beschenkten eine große Freude."

Wer eine schwer leserliche Handschrift hat, darf die Glückwünsche mit dem Computer schreiben und ausdrucken. Doch auf jeden Fall sollten Anrede, Abschiedsgruß und Unterschrift per Hand geschrieben werden - der persönliche Anstrich ist eben Pflicht.

Literatur: Frank Rosenbauer, Jürgen Fischer: "Grüße und Glückwünsche: Wie sage ich’s richtig?", Haufe-Lexware, 128 Seiten, 6,90 Euro, ISBN: 978-3448079111.

dpa-Magazin / mag
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