Zu schicke Outfits stören Erstklässler

Auch im Schulalltag gibt es für Kinder noch viele Möglichkeiten zu spielen. Ihre Kleidung muss daher praktisch sein. (Foto: Jens Schierenbeck)

Mit der Schule fängt der Ernst des Lebens an - aber er steckt eben noch in den Kinderschuhen. Obwohl die Kleinen nach der Einschulung mehr Verpflichtungen haben als im Kindergarten, gibt es noch genügend Gelegenheiten zum Spielen und Toben. Die Ansprüche an die Kleidung bleiben also dieselben.

Eine komplett neue Grundausstattung im Kleiderschrank brauchen die Kleinen zur Einschulung ihrer Ansicht nach nicht. Darauf weist Sonja Grau hin. Sie ist Personal Shopperin in Ulm. Praktische Kleidung sei die beste: So sollten Röcke nicht bis zum Boden reichen, sondern das Knie umspielen, damit sich ein Mädchen gut bewegen kann. "Sonst gerät das Kind bei anderen schnell ins Hintertreffen und darf nicht mitspielen", sagt Grau. Und da Kinder sich öfter mal schmutzig machen, sei es gut, wenn sich möglichst viele Stücke miteinander kombinieren lassen - also mehrere T-Shirts zu einer Hose passen und umgekehrt. Grundsätzlich empfiehlt sich robuste und alltagstaugliche Kleidung. Das Kind sollte nicht unzählige Knöpfe an der Jacke schließen müssen, sondern lieber einen leicht gehenden Reißverschluss, erläuterte die Modeberaterin. Druckknöpfe und Klettverschlüsse seien auch gut. Denn anders als im Kindergarten sind die Eltern in der Schule nicht mehr an der Garderobe dabei. "Das Kind muss sich also gut selbst an- und ausziehen können." Auch für den Sportunterricht sei das wichtig.

"Die Kleidung sollte aber auch modisch sein", sagt Grau. "Und vor allem muss man den Kindern spätestens im Schulalter vermitteln, wie wichtig es ist, dass man morgens ordentlich angezogen aus dem Haus geht." Die Klamotten sind daher am besten immer sauber, haben keine Löcher oder Makel und passen zueinander. "Sie fühlen sich als Schulkinder ja auch schon wie ein ganz Großer - und man sollte ihnen auch das Gefühl geben, sie sind es. Und sie sollen so aus dem Haus gehen wie eben der Papa auch ins Büro."

Das Gefühl und das Gespür, sich immer ordentlich wie die Großen zu kleiden, können Eltern fördern, indem sie der Tochter zum Beispiel einen Jeansrock kaufen, der dem Modell der Mama ähnlich sieht. Und der Junge bekommt etwa eine karierte Jacke, die er morgens anziehen kann wie Papa das Sakko.

Etwas Hübsches dürfen die Eltern ruhig für den ersten Schultag besorgen. "Aber es sollte etwas sein, was das Kind auch später noch tragen kann", findet Grau. Ein schlichtes und praktisches Volantkleid oder ein Baumwollkleid mit Stretchanteil sei beispielsweise geeignet.


dpa-Magazin / mag
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