Nur für Profis: In wenigen Wochen eröffnet der Hamberger Gastrogroßmarkt

Hochregale reihen sich auf insgesamt 1,5 Kilometer Länge. (Foto: KEN)
Berlin: Gastrogroßmarkt Hamberger |

Moabit. In zwei Monaten eröffnet der Gastro-großmarkt Hamberger in Moabit. Die letzten Arbeiten sind im Gange. Die Kühlaggregate für das 750 Quadratmeter große Tiefkühlhaus, das ständig auf minus 26 Grad gehalten werden muss, laufen schon jetzt.

Klassiker und Trendsorten, 700 Sorten frisches Obst und Gemüse, 200 Fischsorten, die in über 11.600 Liter Wasser schwimmen, Austern in allen Variationen und Größen: Berliner Gastronomen, Hoteliers und Händler können demnächst aus 60.000 Artikeln auswählen. Vor Kurzem konnten sich künftige Hamberger-Kunden einen ersten Eindruck verschaffen. Für die bunte Warenwelt brauchte es allerdings etwas Fantasie. Noch ist nichts in den Regalen, Truhen oder Kühlhäusern. Mit dem Einräumen wird erst langsam begonnen.

Das 125 Jahre alte Familienunternehmen in fünfter Generation aus München setzt auf den kulinarischen und touristischen Aufschwung, den Berlin seit einigen Jahren erlebt. Geschäftsführer Ralf Decker hält Zahlen aus dem vergangenen Jahr parat: 11,8 Millionen Gäste mit 28,7 Millionen Übernachtungen, 788 Beherbergungsbetriebe mit 134.399 Betten, 16.828 gastronomische Betriebe, darunter 5000 Restaurants und Cafés, 1600 Döner-Läden, 2300 Kneipen, Bars und Clubs.

99 Prozent der Belegschaft aus Berlin

Seit Herbst 2014 wurde auf dem ehemaligen Bahngelände zwischen Erna-Samuel- und Siemensstraße gebaut: eine zwei Fußballfelder große Markthalle mit zentral angeordnetem Marktplatz der Frische, um den sich die anderen Sortimente gruppieren. Wenn sich im Winter die Türen ausschließlich für Profis öffnen, werden 99 Prozent der Belegschaft aus Berlin sein. An seinem vierten Standort nach München, Wittenberg und Bitterfeld wird das 180 Millionen Euro umsatzstarke Unternehmen Hamberger „im Vollausbau“ rund 400 Mitarbeiter beschäftigen. In einigen Abteilungen hat Marktleiter Bernd Singalla noch Schwierigkeiten, Personal zu finden. „Wir finden keine Leute für die Fleischerei.“ Herausgefordert sieht sich Bernd Singalla auch von den logistischen Aufgaben. Schließlich muss die täglich ab drei Uhr früh angelieferte Ware über 1,5 Kilometer lange Gänge zu ihrem jeweiligen Standort gebracht werden. KEN
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