Verkehrslenkung sieht keinen weiteren Handlungsbedarf in der Dietzgenstraße

Niederschönhausen. Nur vor dem Max-Delbrück-Gymnasium wird es eine zeitweise Geschwindigkeitsbegrenzung geben. Das teilte Stadtentwicklungsstadtrat Jens Holger Kirchner (B’90/Grüne) den Verordneten mit.

Die Verordneten hatten angeregt, auf der Dietzgenstraße Tempo 30 zwischen Blankenburger und Kuckhoffstraße anzuordnen. Dort befinden sich die Kita "Am Brosepark", das Max-Delbrück-Gymnasium sowie der Brosepark. In diesem Straßenabschnitt gibt es weder eine Ampel noch einen Zebrastreifen. Auf der Straße fahren nicht nur viele Autos, sie ist auch Fahrstrecke für die Straßenbahnlinie M 1 und Busse. Deshalb ist die Situation nicht immer übersichtlich. Im Interesse der Verkehrssicherheit für Fußgänger sprachen sich die Bezirksverordneten deshalb für Tempo 30 aus.

Weil es sich um eine übergeordnete Straße handelt, wurde die Anregung über den zuständigen Staatssekretär Christian Gaebler (SPD) der zentralen Verkehrslenkung Berlin zur Stellungnahme weitergeleitet. Diese teilte dem Bezirksamt mit, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung auf den übergeordneten Hauptstraßen nur angeordnet wird, "wenn auf Grund der besonderen örtlichen Umstände des Einzelfalls eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung erheblich übersteigt". Eine solche Gefahrenlage gebe es auf der Dietzgenstraße nicht.

Trotzdem richtete die Verkehrslenkung nun zwischen der Wackenbergstraße und der Dietzgenstraße 43 eine befristete Geschwindigkeitsbegrenzung ein. Damit soll vor allem für mehr Sicherheit vor dem Max-Delbrück-Gymnasium gesorgt werden. Darüber hinaus besteht laut Verkehrsbehörde kein weiterer Handlungsbedarf. "Durch die vorhandenen Ampeln an der Dietzgen-, Platanen- und Beuthstraße sowie am Ossietzkyplatz werden in Abständen von 30 bis 40 Sekunden Lücken im Fließverkehr geschaffen, die Fußgänger zum Überqueren der Straße nutzen können. Die Zeit sei auch für ältere Menschen und Mütter mit kleinen Kindern an der Hand ausreichend, heißt es aus der Verkehrslenkung. Außerdem argumentiert die Behörde, dass in diesem Abschnitt in den vergangenen drei Jahren kein einziger Unfall mit Fußgängerbeteiligung registriert wurde.


Bernd Wähner / BW
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