Notenbücher für die ganze Welt: AMA-Musikverlag produziert seit 1989 Musikliteratur und CDs

Er ist in Pankow zu Hause und weltweit tätig: Detlef Kessler, Präsident der AMA-Verlagsgruppe. (Foto: Bernd Wähner)
 
Der Pankower Musikverleger Detlef Kessler und seine Frau Meile Kessler waren kürzlich auf der Messe Music China. Auf dem Foto sind sie mit chinesischen Geschäftspartnern zu sehen. (Foto: AMA-Verlag)
Berlin: AMA-Verlag |

Man sieht es dem Haus in der Grabbeallee 15 nicht an, aber unter seinem Dach hat einer der renommiertesten deutschen Musikverlage seine Geschäftsstelle: der AMA-Verlag.

Das Besondere an ihm ist zweifellos, dass er nicht nur Noten-Bücher verlegt, sondern auch Musik in Studios produziert. Diese wird als CD den Publikationen beigefügt. Aber auch als reine CD-Produktion wird die Musik unter dem Label Kreuzberg Records auf den Markt gebracht. So erscheint dieser Tage zum Beispiel die neue CD „Wenn kleine Kätzchen müde sind“ von und mit Fräulein Hatschi.

Mit dem Titel „Berliner Komponisten“ kommt eine CD mit der Sopranistin Andrea Chudak und die Pianistin Barbara Kler heraus. Und besonders freut sich Detlef Kessler, der Präsident des AMA-Musikverlages, über die neue CD „Birth“. Auf der von Rainer Oleak (Klavier) produzierten CD sind 18 Stücke zu hören, die dieser mit Günther Fischer (Saxophon), Tobias Hoffmann (Gitarre) und Ronny Dehn (Schlagzeig) einspielte.

Ausgaben aus Deutschland in China besonders beliebt

Doch sein Hauptgeschäft macht der AMA-Verlag mit Noten. Dafür ist er inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern, zum Beispiel in China bekannt. Viele Chinesen nutzen beim Musizieren nämlich am liebsten Notenausgaben aus Deutschland. So ist es kaum verwunderlich, dass der AMA-Stand kürzlich auf der Music China, der wichtigsten Musik-Messe Asiens in Shanghai, geradezu gestürmt wurde. „Es zahlt sich aus, dass wir seit Jahren den Notenausgaben auch eine CD beilegen“, sagt Detlef Kessler. „Wir waren die ersten, die das in Deutschland machten. Die Musikfans können gleich mithören, ob sie die Noten richtig interpretieren.“

Auf der Musikmesse in Shanghai liefen vor allen die Klavier- und Gitarrennoten mit CDs richtig gut. Vor allem die Ausgaben der AMA-Autoren Manfred Schmitz, Hubert Käppel und Peter Fischer stießen auf großes Interesse, aber auch Klassiker wie Mozart, Beethoven und Bach erfreuten sich großer Beliebtheit. Kessler sieht den chinesischen Markt seit über 17 Jahren als eine Region, in der das Musizieren eine immer größere Rolle spielt.

Unter dem Motto „Musiker für Musiker“ schaffen die Autoren neue Literatur für den Musikunterricht. Seit Verlagsgründung 1989 sind fast 500 Lehrwerke mit weit über 1000 Musikproduktionen entstanden. Eine große Rolle spielt beim Erfolg des Musikverlages sicher, dass Kessler selbst einer Musikerfamilie entstammt. Er studierte in den 70er-Jahren Schlagzeug und Klavier an den Musikhochschulen in Weimar und Berlin. Als Musiker spielte er unter anderem in der Kultband Panta Rhei, in der „Klaus Lenz Bigband“, aber auch mit Georg Danzer und Herbert Grönemeyer.

In der Musikszene ist Detlef Kessler also sehr gut vernetzt. Und so konnte er bei Gründung des AMA-Verlages auf zahlreiche gestandene Musiker und Musikpädagogen als Autoren bauen. In den vergangenen Jahren wuchs der Musikverlag stetig weiter, sodass er inzwischen eine Verlagsgruppe ist. Zu dieser gehören unter anderem der Verlag Neue Musik und auch Kreuzberg Records. Mit seinen inzwischen 22 festen Mitarbeitern ist der AMA-Verlag von seiner Pankower Geschäftsstelle aus weltweit tätig.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.ama-verlag.de.
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