"Berlin leuchtet" auch in Schöneweide

Der Peter-Behrens-Bau wird zur Leinwand für Schöneweider Industriegeschichte. (Foto: Ralf Drescher)

Oberschöneweide. „Berlin leuchtet“, und Oberschöneweide leuchtet mit. Zum ersten mal erstrahlen auch Gebäude im Südosten Berlins im Rahmen des Lichtfestivals.

Der Hingucker ist der 54 Meter hohe Peter-Behrens-Turm, Ostendstraße 1-3, der gerade sein 100. Jubiläum feiern konnte (Berliner Woche berichtete). Vier Videoprojektieren werfen eine dreidimensionale Show auf das denkmalgeschützte Gebäude. In den computeranimierten Bildern wird die Industriegeschichte von Oberschöneweide noch einmal lebendig. Es tauchen die einst hier gefertigten Kraftwagen auf, Elektronenröhren und selbst der im Innern des Gebäudes immer noch in Betrieb befindliche Paternoster scheint auf dem Turm abzulaufen. Dann zucken Blitze und das Gebäude verwandelt sich, unter anderem in einen Backsteinbau.

Gleich nebenan auf dem Areal der Villa Rathenau, Wilhelminenhofstraße 75, haben die Lichtkünstler eine sogenannte Schuler-Presse, die einst im Kabelwerk eingesetzt war, zum Leuchten gebracht. Die Wilhelminenhöfe der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Wilhelminenhofstraße 75a, erstrahlen allabendlich im grünen Licht des HTW-Logos. Auf der anderen Straßenseite wirft ein Projektor Motive der Batteriefabrikation an die Fassade der BAE Batterien GmbH. Und das Kranhauscafé, Paul-Tropp-Straße 11, ist weithin über die Spree hinweg zu sehen. Wer mit dem Fahrgastschiff zum Lichtfestival anreist, sieht das von mehreren farbigen Strahlern in Szene gesetzte Industriedenkmal.

Die Lichtinstallationen in Oberschöneweide leuchten noch bis 15. Oktober täglich von 19.30 bis 23 Uhr. Die Reederei Riedel fährt während des Lichterfests täglich um 18.30 Uhr vom Anleger Fischerinsel in Mitte nach Oberschöneweide – vorbei an der angestrahlten Chinesischen Botschaft, dem Green Tower an der East Side Gallery und der leuchtenden Oberbaumbrücke. In Oberschöneweide haben Besucher 2,5 Stunden Aufenthalt bis zur Rückfahrt in Richtung Innenstadt.

Wer Fotos machen möchte, sollte statt Handy auf eine richtige Kamera setzen. Und da oft mehrere Sekunden lang belichtet werden muss, ist ein Stativ hier sehr zu empfehlen. RD

Informationen unter www.berlin-leuchtet.com.


Hier sehen sie ein Video von der Lichtinstallation am Peter-Behrens-Turm:

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