Berlins Beauftragter für Tierschutz want vor präparierten Ködern

Prenzlauer Berg. Der Aufmerksamkeit seines Frauchens hat es ein Hund zu verdanken, dass er sich beim Gassigehen nicht verletzte. Die junge Frau war mit ihrem Australien Shepherd auf einem Grünstreifen an der Prenzlauer Allee unterwegs.

Der Hund spürte ein Stück Wurst auf und nahm es ins Maul. Gerade noch rechtzeitig sah die Besitzerin etwas Metallisches blitzen. Sie nahm ihrem Hund das Wurststück aus der Schnauze und sah es sich näher an. Sie stellte fest, dass sich in der Wurst ein Stück Klinge eines Teppichmessers befand. Die Frau alarmierte die Polizei und übergab den Beamten das präparierte Wurststück. Die Beamten suchten die nähere Umgebung ab. Weitere gefährliche Gegenstände konnten vorerst aber nicht gefunden werden. Die Polizei nahm nach diesem Fund Ermittlungen gegen unbekannt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz auf. Nach diesem aktuellen Fall warnt der Berliner Tierschutzbeauftragte, Professor Horst Spielmann, Hundebesitzer, aber auch Eltern von kleinen Kindern vor vergifteten und mit Metall gespickten Ködern in Grünanlagen. "Es kommt immer wieder vor, dass Hundehasser aus Wut über Hundekot oder über angeblich aggressive Hunde giftige oder präparierte Köder auslegen. Diese Köder können aber auch kleine Kinder gefährden", so Spielmann.

Sollten Hundebesitzer nach dem Spaziergang Auffälligkeiten an ihrem Tier entdecken, sollten sie unverzüglich einen Tierarzt oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen, so der Tierschutzbeauftragte weiter. "Da das Auslegen von Giftködern eine Straftat ist, ist auch die Polizei zu verständigen mit genauen Angaben über den Fundort", so Spielmann.

In Notfällen kann auch der Giftnotruf unter 192 40 verständigt werden.

Bernd Wähner / BW
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