Feuerwehr kehrte in ihre modernisierte Wache zurück

Feuerwehrseelsorger Pater Vincent segnete die sanierte Feuerwache. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlauer Berg sind zurück. Ein halbes Jahr lang fanden sie Asyl bei ihren Heinersdorfer Kollegen. Denn ihre Feuerwache in der Schieritzstraße 24 wurde generalüberholt.

"Im Prinzip blieben nur die Mauern stehen. Der Rest ist komplett erneuert worden", sagt Johannes Breuer, der stellvertretende Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlauer Berg. Damit die Bauleute ungehindert arbeiten und die Übungsdienste der Feuerwehrleute trotzdem stattfinden konnten, gewährten ihnen die Heinersdorfer mit Ausrüstung und Fahrzeugen Unterschlupf. Die Jugendfeuerwehr kam hingegen in Weißensee unter. "Doch nun sind wir froh, dass wir in unsere Wache zurückziehen konnten", so Breuer.

Seit Sommer wurden im Wachgebäude und in der Fahrzeughalle unter anderem alle Leitungen erneuert. Die Fahrzeughalle erhielt einen neuen Fußboden. Das Wachgebäude bekam eine gedämmte Fassade. Des Weiteren ist der Sanitärtrakt erneuert worden. Nötig waren die Sanierungsarbeiten allemal. Die Feuerwache an der Schieritzstraße wurde 1984 errichtet. Seitdem gab es kaum Investitionen in die Bausubstanz. Doch nun sind Technik und Ausstattung auf dem neuesten Stand.

Viele Bewohner von Prenzlauer Berg wissen gar nicht, dass es neben der Berufsfeuerwehr an der Oderberber Straße noch eine Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil gibt. Den Anstoß für deren Gründung gab im Jahre 1956 die Berufsfeuerwehr. Die führte seinerzeit im VEB Bürotechnik, später Secura, eine Brandschutzkontrolle durch. Dabei fragten die Berufsfeuerwehrleute, ob die Kollegen nicht bereit wären, eine Freiwillige Feuerwehr in Prenzlauer Berg zu gründen. So entstand die Wehr. Nach und nach stießen auch Freiwillige aus anderen Betrieben hinzu.

Ihren Sitz hatte die Feuerwehr zunächst auch an der Oderberger Straße. Im Frühjahr 1984 konnte sie dann die eigens für sie gebaute Wache in der Schieritzstraße beziehen. Zurzeit hat die Wehr 34 aktive Kameraden, darunter sechs Frauen. Donnerstags ab 18.30 Uhr treffen sie sich zu ihren Übungsabenden. Von Freitagabend bis Sonntagfrüh hat die Wehr Einsatzdienst. Dann teilt sie sich die Arbeit mit der Berufsfeuerwehr. Pro Jahr absolvieren die Kameraden rund 150 Einsätze. Neben der Brandbekämpfung sind es vor allem technische Hilfeleistungen und Rettungsdienste.

Weitere Informationen gibt es auf www.ff-1310.de.

Bernd Wähner / BW
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