Tesla-Schule: Schwieriger Weg zur vernünftigen Essensversorgung

Prenzlauer Berg. Die Schüler der Tesla-Gemeinschaftsschule an der Rudi-Arndt-Straße 18 müssen weiter auf eine vernünftige Essenversorgung warten. Im Sommer 2012 wurde die Schulküche nach einer Kontrolle des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamtes geschlossen.

Für eine Versorgung der Schüler mit warmem Mittag sei sie nicht geeignet, befand man. "Nach den Hygieneauflagen vom Sommer darf nur kaltes Abgepacktes in der Cafeteria verkauft werden", berichtet Elternsprecherin Jana Haase. "Es gibt dort nur noch Süßigkeiten, Limo, Tee und 5-Minuten-Terrinen. Leider ist das alles ungesund."Damit Schüler die Möglichkeit haben, eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen, bot das Schulamt als vorübergehende Alternative die Kantine des Schul- und Leistungssportzentrums an der Conrad-Blenkle-Straße 34 an. Damit die Schüler es zeitlich schaffen, die etwa 500 Meter dorthin zu laufen, in Ruhe zu essen und wieder zum Unterricht in die Schule zu kommen, musste der Unterricht verkürzt werden.

Vielen Schülern der Ganztagsschule ist das alles aber zu umständlich. Sie verzichten lieber auf das warme Mittagessen. Nahmen im vergangenen Jahr noch 30 Prozent aller Schüler an der Warmessenversorgung teil, so sind es aktuell nur noch 10 Prozent.

Bald Baubeginn?

Dass sich in bei der Essenversorgung etwas tun muss, hat das Pankower Schulamt erkannt. Es wurde beschlossen, Cafeteria und Essenausgabestelle so umzubauen, dass sie den aktuellen Hygienevorschriften entsprechen. Nach den Oktoberferien 2012, so sagte man den Eltern noch im Sommer, solle alles fertig sein. Inzwischen ist das Jahr zu Ende. Die Bauarbeiten haben immer noch nicht begonnen. Die Elternvertreter wandten sich deshalb an Schulstadträtin Lioba Zürn- Kasztantowicz (SPD). Sie möchten wissen, wenn endlich wieder mit einer regulären Essenversorgung an der Tesla-Schule zu rechnen ist. Die Stadträtin findet es bedauerlich, dass die Planung und die Umsetzung der Bauarbeiten so lange dauern. Zürn-Kasztantowicz sagt den Eltern zu, dass in der 6. Kalenderwoche 2013 die Bauarbeiten endlich beginnen sollen. Bauzeit: drei Monate.


Bernd Wähner / BW
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