Der Rewe-Supermarkt bleibt den Bewohnern des Bötzowviertels erhalten

Prenzlauer Berg. Das Grundstück, auf dem sich bisher ein Supermarkt für das Bötzowviertel befindet, wird ab Sommer bebaut. In der Pasteurstraße 19-25 soll ein Wohnkomplex entstehen. Bauherr ist eine Baugruppe.

Damit die Nahversorgung im Kiez weiterhin gesichert ist, wurde mit dem Bezirksamt ein Kompromiss ausgehandelt. Diesen und das Bauprojekt stellten kürzlich Architekt Sascha Zander und Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (B’90/Grüne) auf einer Einwohnerversammlung vor. Organisiert wurde sie vom Verein Pro Kiez Bötzowviertel. "Am 30. Juni wird Rewe seinen bisherigen Markt an der Pasteurstraße schließen. Am 1. Juli wird der Markt neu in einem Zelt auf der Werneuchener Wiese öffnen", erklärt Zander. Die Werneucherner Wiese ist die Grünfläche zwischen Danziger-, Margarete-Sommer- und Kniprodestraße. Der Bezirk erklärte sich bereit, für zwei Jahre eine Sondernutzungserlaubnis für das Provisorium zu erteilen.

"Wir möchten damit absichern, dass es weiterhin einen großen Nahversorger für den Kiez gibt", erklärt Kirchner. Im Gegenzug zahlt die Baugruppe dem Bezirk 200.000 Euro. "Dieses Geld wird komplett in den Kiez investiert", betont der Stadtrat. Unter anderem sollen zwei Spielplätze auf Vordermann gebracht werden, und auch für den Arnswalder Platz sollen einige Mittel verwendet werden. Der Aufbau des provisorischen Supermarktes auf der Werneuchener Wiese wird voraussichtlich Anfang Mai beginnen. Das Zelt wird unmittelbar neben dem Beachvolleyballgelände errichtet. "Es wird genauso groß sein wie die bisherige Supermarktfläche", erläutert Zander. Außerdem sollen 17 Kundenparkplätze entstehen. Sobald der Markt umgezogen ist, beginnt der Abriss und Neubau. Weil das Einzelhandelsunternehmen Rewe einen langfristigen Vertrag für das Grundstück hat, einigte sich die Baugruppe mit ihm, dass im Neubau ein neuer Supermarkt entsteht. Zander: "Der neue wird für die Kunden ebenerdig zu erreichen sein und genauso groß wie der bisherige."

Das Baugruppenprojekt selbst besteht aus drei sechsstöckigen Gebäuden mit rund 50 Wohnungen. Das Äußere soll sich der Umgebung anpassen. Im Untergeschoss wird eine Tiefgarage mit 75 Stellplätze eingebaut.

Weitere Informationen gibt es auf http://www.smarthoming.de/pa1925.

Bernd Wähner / BW
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.