Mittelbruchzeile wird erst 2015 saniert

Kein Durchkommen mehr: Der Gehweg der Mittelbruchzeile ist komplett gesperrt. (Foto: Christian Schindler)

Reinickendorf. Wegen großer Schäden hat das Bezirksamt den nördlichen Gehweg der Mittelbruchzeile zwischen Residenzstraße und Breitkopfstraße komplett gesperrt - bis zum Umbau dieses Straßenabschnitts im kommenden Jahr.

Schon lange klagten Anwohner darüber, dass der Gehweg der Mittelbruchzeile in diesem Bereich Stolperfallen bereit hält und auch für Radfahrer nur noch sehr unangenehm zu befahren ist. Ursache sind vor allem Baumwurzeln, die den Asphaltbelag anheben. Jetzt hat das Bezirksamt gehandelt und sperrte den Gehweg zwischen Residenzstraße und Breitkopfstraße komplett.

Die Sperrung wird laut Baustadtrat Martin Lambert (CDU) erst aufgehoben, wenn im kommenden Jahr die Mittelbruchzeile erheblich umgestaltet wird. Wie berichtet, wird der Bereich zwischen Residenz- und Reginhardstraße im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt vollkommen neu eingerichtet.

Der Abschnitt zwischen Breitkopfstraße und Reginhardstraße wurde in diesem Jahr abgeschlossen, der zwischen Breitkopfstraße und Residenzstraße folgt im kommenden Jahr.

In dem zweiten Abschnitt ist unter anderem ein geschlossener Hundegarten vorgesehen, die Einmündung in die Einkaufsmeile Residenzstraße soll attraktiver gestaltet werden. Wie im ersten Abschnitt sollen Zonen geschaffen werden, in denen sich die Menschen wohlfühlen.

In den schon abgeschlossenen Umbau wurden rund 460 000 Euro gesteckt, die weitere Umgestaltung wird noch einmal eine ähnliche Summe kosten.



Wirtschaftliches Handeln

Ein Kommentar von Christian Schindler


Auf den ersten Blick sieht es aus wie die Kapitulation der öffentlichen Hand: Das Bezirksamt sperrt einen kompletten Gehweg, weil dieser nicht mehr gefahrlos zu benutzen ist. Da scheint sich zu bestätigen, dass die Verwaltung angesichts einer verfallenden Infrastruktur gleich ganz aufgibt.

Doch bei der Mittelbruchzeile verhält es sich anders: Würde der Gehweg dort jetzt saniert, müsste eine hohe Summe ausgegeben werden. Und die wäre fast im Wortsinn im märkischen Sand verbuddelt, weil mit der Umgestaltung der Straße im kommenden Jahr alles von vorne beginnt.

Die jetzige Sperrung ist ökonomisch gedacht: Die sofortige Sanierung ist nicht unbedingt notwendig, denn immerhin steht noch der südliche, wenn auch deutlich schmalere Gehweg zur Verfügung. Und im kommenden Jahr wird das Problem komplett und hoffentlich auch langfristig gelöst.


Christian Schindler / CS
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