Senat, Gewobag und Bezirk diskutieren Verdichtung für Anlage "Am Mühlenberg"

Berlin: Wohngebiet am Mühlenberg |

Schöneberg. Lange war nichts mehr von den Plänen zu hören, die Wohnanlage „Am Mühlenberg“ hinter dem Rathaus Schöneberg „zu verdichten“, wie es die Stadtplaner nennt. Nun hat eine Bürgerfrage von Joerg Simon die Angelegenheit wieder in Erinnerung gerufen.

Warum, so fragte Simon in der Bezirksverordnetenversammlung, müsse das Paket einer abgeschlossenen „städtebaulichen Entwicklung und Ordnung“ für das Quartier mit vorwiegend kleinen Wohnungen aus den 1960er- und 1970er-Jahren wieder aufgeschnürt werden? Ursprünglich waren auf dem Grundstück, das heute der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag gehört, weitere Neubauten geplant. Das lässt der aktuell gültige Bebauungsplan aber nicht mehr zu.

Da aber der Wohnungsmarkt in Berlin weiterhin angespannt ist, müssen neue Wohnungen entstehen, zum Beispiel über eine Nachverdichtung, also das Bebauen bislang freier Flächen im Stadtgebiet. „Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften sind besonders aufgefordert, ihre Liegenschaften in Bezug auf eine Nachverdichtung zu überprüfen“, so Stadtentwicklungsstadtrat Jörn Oltmann (Bündnis 90/Grüne). Eine Untersuchung des Wohnquartiers Am Mühlenberg habe ergeben, so Oltmann weiter, dass in dem Gebiet aufgrund seiner „aufgelockerten Struktur“ weitere Mehrfamilienhäuser gebaut werden könnten.

Bürgerinfo geplant

Dazu müsse eben ein neuer Bebauungsplan erstellt werden, sagte der Dezernent.

Ungeklärt ist bis heute, ob und wie die Wohnanlage hinter dem Rathaus Schöneberg verdichtet wird. Noch immer arbeiten Senatsverwaltung für Standtentwicklung, Gewobag und Bezirksamt an einer Bebauungsvariante. Diese muss nämlich mit den Beschlüssen der Bezirksverordnetenversammlung aus den Jahren 2014 und 2016 in Einklang gebracht werden. So soll die Seniorenfreizeitstätte fortbestehen und eine Kita gebaut werden. Die verbleibenden Freiflächen sollen in ihrer Gestalt und in ihrer Funktion aufgewertet werden.

Dezernent Oltmann sagte zu, zu einer Bürgerversammlung einzuladen, sobald sich die Beteilgiten auf Landes- und Bezirksebene geeinigt haben. KEN
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Jörg Simon aus Schöneberg | 15.03.2017 | 21:51  
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