Polizei hat Drogenszene an U-Bahnhöfen im Blick

Zur steigenden Zahl von Drogenkriminalität in den U-Bahnhöfen Eisenacher Straße und Kleistpark hat jetzt die Berliner Polizei Stellung genommen.

Auf Anfrage der Berliner Woche hat der stellvertretende Polizeisprecher Thomas Neuendorf mitgeteilt, dass die Drogenkriminalität an den genannten Bahnhöfen und in ihrer unmittelbaren Umgebung zunehme. Für den U-Bahnhof Eisenacher Straße seien in diesem Jahr bislang 25 Strafermittlungsverfahren, relativ gleichmäßig über das Jahr verteilt, erfasst worden; für den U-Bahnhof Kleistpark seien es bislang 70 Strafermittlungsverfahren. Die Zahl sei seit September gestiegen.

„U-Bahnhöfe sind durch ihre Unübersichtlichkeit, gute Fluchtmöglichkeiten und die hohe Fluktuation generell attraktiv für diese Delikte“, sagt der Sprecher. Es gebe an den beiden Bahnhöfen inzwischen mehr Polizeieinsätze, unter anderem, weil offen herumliegendes Spritzbesteck für die Öffentlichkeit eine konkrete Gefahr darstelle.

Womöglich, so ist aus der Stellungnahme Neuendorfs herauszulesen, haben Maßnahmen der Polizei am Brennpunkt U-Bahnhof Yorckstraße zu einer Verdrängung oder Verlagerung der Drogenszene in Richtung Kleistpark und Eisenacher Straße geführt. Man prüfe daher, die beiden U-Bahnhöfe in das aktuelle Einsatzkonzept einzubeziehen. Schon heute gehen Polizisten in Uniform wie auch in Zivil in den betroffenen Bahnhöfen häufiger auf Streife.

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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