FC Internationale schreibt seine Erfolgsgeschichte fort

Mit dem FC Internationale in der Erfolgsspur: Gerd Thomas (2. Vorsitzender). (Foto: Thomas)

Schöneberg. Das Jahr war für den FC Internationale das bislang erfolgreichste in der Vereinshistorie: DFB-Integrationspreis, Landesliga-Aufstieg und jetzt Landesliga-Herbstmeister. Eine äußerst positive Bilanz, die so zwar nicht zu erwarten war, die aber auch Fragen aufwirft.

"Es ist sensationell, was die beiden Männermannschaften geleistet haben", sagt Gerd Thomas, der 2. Vorsitzende nicht ohne Stolz. Der Erfolgsgeschichte hinzuzufügen ist, dass die 2. Herren in der Kreisliga B ebenfalls die Herbstmeisterschaft klargemacht haben und an die Tür der Kreisliga A klopfen.

Solche Erfolge bringen gute Stimmung, aber trotz allem weiß Thomas dies richtig einzuordnen: "Es ist ja erst die Hälfte gespielt und man darf auch nie die Achtung vor den Gegnern verlieren." Mit einem derart erfolgreichen Abschneiden war definitiv nicht zu rechnen. "Im Prinzip", so der 2. Vorsitzende weiter, "gehen wir davon aus, dass wir unser Saisonziel nicht abzusteigen schon einmal erreicht haben". Alles andere sei die Sahne auf dem Kuchen.

Trotz aller Bescheidenheit werden sich die Verantwortlichen beim FC Internationale schon den einen oder anderen Gedanken über einen möglichen Aufstieg in Berlins höchste Fußball-Liga machen. Das spricht für sie. Schließlich wäre es fahrlässig, ohne Planung in ein solches Abenteuer hineinzustolpern. Andererseits soll sich soviel nicht ändern. Das System FC Internationale funktioniert ja.

"Wir sind ein reiner Amateurverein und das werden wir auch bleiben", bekräftigt Gerd Thomas. Das heißt, auch in Zukunft wird es für Spieler bei Inter nichts zu verdienen geben. Darüber hinaus kann der 2. Vorsitzende berichten, dass "wir auf dem letzten Jugendverbandstag durchgesetzt haben, dass Geldzahlungen im Berliner Jugendfußball verboten sind".

"Alles kann, nichts muss," so die Devise von Gerd Thomas. Selbst wenn es am Ende nicht zum Aufstieg in die Berlin-Liga reichen sollte, bricht für den Club keine Welt zusammen. Bei Inter rechnet man damit, dass die Konkurrenz im Winter noch einmal alle - auch die finanziellen - Hebel in Bewegung setzen wird, um den FC Internationale noch zu überholen. Sollte dies so sein, wird das den Verein in seiner positiven Entwicklung nicht beeinträchtigen. "Wir zwicken uns ab und zu, aber wir bleiben dennoch auf dem Teppich," gewichtet Thomas die Dinge.


Fußball-Woche / ww
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