Historischer Ort wird jetzt auch als Galerie genutzt

Kulturstadtrat Gerhard Hanke (CDU) bei der Ausstellungseröffnung am 23. Mai vor einer von Eliana Heredia umwickelten Säule. (Foto: Christian Schindler)

Spandau. Kulturstadtrat Gerhard Hanke (CDU) lässt jetzt auch außerhalb der Weihnachtsmarkt-Zeit den Historischen Keller an der Carl-Schurz-Straße 51 mit moderner Kunst bespielen.

Noch bis zum 23. Juni ist im Historischen Keller die Ausstellung "Kellerkinder" zu sehen. Acht Künstler versuchen, das geheimnisvolle Gewölbe mit unterschiedlichen Herangehensweisen zu interpretieren. Der Keller wurde im 15. Jahrhundert für ein Patrizierhaus errichtet, das später dem Prinzen Heinrich, dem Bruder Friedrichs des Großen, als Palais diente, wenn er seine auf der Zitadelle stationierte Garnison besuchte. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört, der Keller blieb erhalten.In den vergangenen Jahren stellten in dem Keller parallel zum Spandauer Weihnachtsmarkt Künstler aus. Jetzt soll der spannende Ort auch darüber hinaus für Kunst genutzt werden.

Die erste Ausstellung dieser Art zielt auch auf Wolfgang Neuss’ Film "Wir Kellerkinder" aus dem Jahr 1960, in dem alte Nazis sozusagen im Keller der Bundesrepublik überwinterten. Die Künstlerin Nadya Dittmar zeigt diesen Film in einer Installation, die über eine Stiege erreichbar ist. Eliana Heredia hat die Kellermauern selbst in die Kunst einbezogen. Streifen aus Bitumen, PVC und Sandpapier ziehen sich wie Jahresringe um Mauern und Säulen. Andere Künstler setzen auf Schattenspiele und Videoinstallationen.

Die Ausstellung "Kellerkinder" ist bis zum 23. Juni sonnabends und sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet, sowie nach Vereinbarung unter 23 18 05 92. Der Eintritt ist frei.

Christian Schindler / CS
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