Spandauer Kranz für den Bundestag

Spandau. Ein Adventskranz aus Spandau wird die Lobby des Bundestags schmücken. Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier und Martin von Essen, Vorsteher des Evangelischen Johannesstifts, haben den Wichern-Kranz am 30. November an Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckhardt überreicht.

Mit der Kranzübergabe in der Abgeordnetenlobby dankte Stockmeier dem Bundestag für die gute, konstruktive Zusammenarbeit. "Zu vielen sozialpolitischen Herausforderungen und Fragen waren wir im vergangenen Jahr miteinander im Gespräch", sagte er. Er hoffe, dass man auch künftig gemeinsam dafür Sorge tragen werde, dass alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Das Besondere des Wichern’schen Adventskranzes ist, dass auf ihm vom 1. Advent bis zum Heiligabend täglich eine Kerze angezündet wird. In diesem Jahr sind es 23 Kerzen. Vier große weiße Kerzen für die Sonntage und 19 kleinere rote Kerzen für die Wochentage. Einen solchen Kranz hängte Johann Hinrich Wichern (1808-1881) erstmals 1839 im "Rauhen Haus" in Hamburg auf. Der Theologe Wichern ist Gründer der Diakonie, des "Rauhen Hauses" und auch des Spandauer Johannesstifts, das den Kranz nun spendete.

Im Schein der Kerzen seines Adventskranzes gestaltete Wichern im "Rauhen Haus", einem evangelischen Waisenhaus in Hamburg, Andachten mit Waisen- und Straßenkindern.


Michael Uhde / Ud
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