Grüne wollen Kältehilfe erweitern

Spandau. Der Bezirk soll mehr Notschlafplätze für Obdachlose bereitstellen. Das fordert die Fraktion Grüne Alternative Liste (GAL). Spandaus Sozialstadtrat sieht hierfür aber keinen Bedarf.

Das Angebot der Kältehilfe soll zum kommenden Winter erweitert werden. Außerdem fordert die GAL-Fraktion mehr Plätze für Obdachlose, die über ein nächtliches Notquartier hinausgehen. Solche dauerhaften oder auch temporären Angebote seien beispielsweise in S-Bahn-Nähe sinnvoll, sagte GAL-Fraktionschefin Angelika Höhne in der Sitzung des Sozialausschusses am 10. September. Ihren Antrag begründete die Fraktion mit der regelmäßigen Überbelegung der Berliner Notübernachtungen in den Wintermonaten. Weitere Plätze seien daher dringend erforderlich.

Sozialstadtrat Frank Bewig (CDU) sah hierfür zumindest in Spandau keinen Bedarf. Zwar wolle sich der Bezirk neuen Plätzen nicht verweigern. "Aber sie sollten dort geschaffen werden, wo es Bedarf gibt." Also vor allem in den Innenstadtbezirken. Zudem sei der Senat aktiv dabei, neue Plätze zu schaffen. Der GAL-Antrag wurde im Sozialausschuss dennoch mehrheitlich angenommen.

Zur nächsten Sitzung sollen konkretere Zahlen über Obdachlose in Spandau und ihren Bedarf an Notplätzen vorgelegt werden. Berlinweit gibt es rund 500 Plätze in der Kältehilfe. Zehn Notübernachtungsplätze hält in Spandau der Verein "Herberge zur Heimat" an der Falkenseer Chaussee 154 bereit. Abhängig von der Härte und Dauer des Winters sind diese Plätze im Schnitt zu 70 Prozent belegt.


Ulrike Kiefert / uk
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