"Flugtechnischer Verein Spandau 1924" bildet Segelflieger aus

Justin Werder (17) mit dem Wanderpokal für den Sieger des Landesjugend-Vergleichsfliegens Berlin-Brandenburg der Segelflieger bis 25 Jahre. (Foto: Verein)

Spandau. "Schon als Kind haben mich die Segelflieger begeistert", sagt der 17-jährige Justin Werdin. Ein Freund seines Vaters sei Fluglehrer gewesen. Und mit dem sei er dann häufig in einem Segelflugzeug des "Flugtechnischen Vereins Spandau 1924" mitgeflogen.

Mit 15 Jahren begann Werdin bei diesem Verein selbst seine Flugausbildung. Anfang September 2014 wurde er bereits Sieger des Landesjugend-Vergleichsfliegens Berlin-Brandenburg auf dem Flugplatz im brandenburgischen Reinsdorf.

"Zum vierten Mal in Folge stand mit Justin ein Flugschüler des Flugtechnischen Vereins Spandau ganz oben auf der Berliner Siegertreppe" freut sich Eggert Ehmke, Vorsitzender und Fluglehrer des Segelflieger-Vereins. Der wurde 1924 mit Sitz im Fort Hahneberg an der Heerstraße gegründet. Seit dem Jahr 2000 ist der "Flugtechnische Verein Spandau 1924" im brandenburgischen Neuruppin am Hugo-Eckener-Ring beheimatet. Derzeit hat er rund 50 Mitglieder aus Berlin, Brandenburg, Schweden und Großbritannien. Vier Segelflugzeuge und ein Motorsegler gehören dem Verein. Die werden im Winter an der Fritz-Wildung-Straße in Wilmersdorf gewartet.

Flugschüler kann man bereits mit 14 Jahren werden. "Für die Ausbildung zum Segelflieger muss man mindestens zwei Jahre rechnen", sagt Ehmke. Am Ende der Ausbildung stehe der Flugschein, der einen theoretischen Teil sowie einen Streckenflug beinhaltet. Werdin will seinen Flugschein am Beginn des Jahres 2015 machen. Alleine fliegen darf er allerdings bereits seit April 2013, allerdings keine Streckenflüge.

"Meine Ausbildung ist sehr vielfältig", sagt Justin Werdin. Auf dem Boden käme es auf das Gemeinschaftsgefühl an, in der Luft sei man auf sich und vor allem auf die Thermik angewiesen. "Dieses Zusammenspiel mit den Kräften der Natur ist ebenso wichtig wie gute Mathematik-Kenntnisse zur Streckenberechnung", beschreibt Werdin die Vielschichtigkeit des Sports. Und natürlich sei es wundervoll, fast lautlos mit rund 100 Stundenkilometern in bis zu zwei Kilometern Höhe dahinzugleiten.

"Das Segelfliegen ist übrigens gar nicht der elitäre Sport, den Außenstehende oft darin vermuten", betont Ehmke. Der Monatsbeitrag kostet 30 Euro, pro Start mit der Winde sind fünf Euro zu zahlen, die Flugminute kostet 20 Cent. Einmalig zahlen Neumitglieder 180 Euro Aufnahmegebühr. "Und die Ausbildung kostet keinerlei weitere Gebühren", sagt der Vereinsvorsitzende.

Wer gern selbst einmal in einem Segelflugzeug fliegen möchte, ist auf dem Segelflugplatz am Hugo-Eckener-Ring in Neuruppin willkommen.

Flugbetriebszeiten und weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Vereins www.ftv-spandau.de. Fragen beantwortet auch Eggert Ehmke unter 0173-917 82 54 oder per Email vorstand@ftv-spandau.de.

Michael Uhde / Ud
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.