Die Berliner Woche blickt auf zwölf spannende Monate zurück (II)

Im Dezember starten alle Partein der BVV ein einzigartiges Projekt. Sie eröffnen ein gemeinsames Büro in der Thermometer-Siedlung. (Foto: K. Menge)
 
Anwohner des Hindenburgdamms fordern Tempo 30 für die viel befahrene Straße. (Foto: K. Menge)

Steglitz-Zehlendorf. Das Jahr 2012 geht zu Ende. Es ist an der Zeit auf die wichtigsten Ereignisse im Bezirk zurückzublicken.

Januar: Die erste Inszenierung des Schlosspark Theaters "Ich bin nicht Rappaport" sorgt für Zündstoff. In dem Stück mit Dieter Hallervorden und Joachim Bliese, wird der weiße Bliese für seine Rolle als Midge schwarz geschminkt. Das erregt die Gemüter der Facebook-Gemeinde. Dem Theater wird Rassismus vorgeworfen. Februar: Bei der Sanierung der Schwimmhalle Finckensteinallee ist ein Meilenstein erreicht. Die Schadstoffsanierung der Halle ist abgeschlossen, das alte Schwimmbecken zurückgebaut und der Sprungturm abgerissen. Der Aufbau des neuen Beckens kann starten. Die Zeichen stehen gut, dass die neue Halle im Herbst 2013 eröffnet werden kann.

März: Der neue Doppelhaushalt 2012/2013 ist beschlossen. Schwerpunkt bei den Investitionen setzt der Bezirk in die Modernisierung und Sanierung der Schulen. Ein großer Teil des Geldes fließt in die Reparatur von Straßen.

April: Die Schloßstraße hat eine neue Mitte. Das Einkaufscenter Boulevard Berlin eröffnet als eines der größten Einkaufscenter Deutschlands. Auf 76000 Quadratmeter laden Geschäfte und gastronomische Einrichtungen ein.

Mai: Die Zukunft des Sommerbades Spucki ist ungewiss. Die Berliner Bäder Betrieben wollen das Bad aus wirtschaftlichen Gründen abstoßen und verhandelt mit potentiellen Betreibern.

Die Lichterfelder haben Angst vor einer Zockermeile. Sie wehren sich gegen neue Spielhallen auf dem Hindenburgdamm.

Juni: Der Chor der katholischen St. Annen-Kirche engagiert sich für ein kleines polnisches Mädchen und organisiert ein Benefizkonzert. Die zweijährige Maja ist schwerst behindert. Aufgrund einer Blutvergiftung mussten ihr beide Beine und Hände amputiert werden. Das Konzert brachte rund 4000 Euro Spenden ein.

Juli: Die Parks Range in Lichterfelde Süd hat einen neuen Eigentümer. Die CA Immo hat das Gelände an die Groth Gruppe verkauft. Am Planungsprozess soll sich nichts ändern. Auch der neue Investor will mit Anwohnern und Bezirk im Gespräch bleiben.

August: Der Städtepartnerschaftsverein Steglitz-Zehlendorf feiert Jubiläum. Seit 25 Jahren werden Kontakte zu Städten und Gemeinschaften in ganz Europa gepflegt.

In Lichterfelde Ost gibt es eine neue Bürgerinitiative. Anwohner und Geschäftsleute wollen mehr Attraktivität für den Kranoldplatz. Unterstützung gibt es von den Bündnisgrünen.

September: Pfusch am Bau, Sanierungsstau und leere Kassen sind Gründe dafür, dass im Bezirk elf Sporthallen gesperrt sind. Der Bezirk hat hier einen Sanierungsbedarf von 174,5 Millionen Euro. Fast genauso teuer fällt die Renovierung der Schulen aus. Mit 164 Millionen Euro fallen die notwendigen Maßnahmen deutlich teurer aus, als geplant.

Oktober: Grundstein für ein neues Schulgebäude. An die Grundschule am Insulaner wird angebaut. In einem Jahr soll Einweihung gefeiert werden.

Die Stadtteilbibliothek Lankwitz feiert den 100. Geburtstag. Die Einrichtung wurde im Oktober 1912 als Volksbibliothek eröffnet - damals nur für Männer.

November: Entgegen vorheriger Zusagen entzieht der Senat der Montessori-Gemeinschaftsschule die Einrichtung einer SEK II. Nach Protesten der Schule genehmigt die Bildungsverwaltung dann doch die Oberstufe.

Demonstriert wird am Hindenburgdamm. Hier fordern Anwohner die Einrichtung einer Tempo 30-Zone.

Dezember: Die Stiftung Denkmalschutz fördert die Fassadensanierung der Musikschulvilla in der Grabertstraße mit 20 000 Euro.

Auf der Schloßstraße steht in diesem Jahr ein richtiger Weihnachtsbaum. Die acht Meter hohe Fichte ist samt Schmuck ein Geschenk aus Hochfranken.


Karla Menge / KM
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