In Kürze eröffnet die zweite Unterkunft / Infoveranstaltung am 7. Mai

Steglitz-Zehlendorf. Derzeit leben im Bezirk rund 170 Flüchtlinge. In einigen Wochen kommen 200 dazu. Sie ziehen in eine Unterkunft in der Goerzallee 307. Die Menschen sollen von Anfang an in ihr neues Umfeld integriert werden. Dazu wird ein Willkommensbündnis gegründet.

Berlin ist schon immer auch von Zuwanderern und ihrer Kultur mitgeprägt. Waren es früher Religionsflüchtlinge wie Hugenotten aus Frankreich, Revolutionsflüchtlinge aus Russland oder Vertriebene aus Ostpreußen und Schlesien, sind es heute vor allem Kriegsflüchtlinge aus Afghanistan und Syrien oder Menschen aus Krisengebieten in Afrika.

Auch im Bezirk haben im vergangenen Jahr rund 170 Asylsuchende eine Unterkunft gefunden. Während die erste Unterkunft in der Klingsorstraße weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit eingerichtet und bezogen wurden, sollen die Bürger im Falle der Häuser in der Goerzallee besser auf ihre neuen Nachbarn vorbereitet werden. Damit soll auch menschenunwürdigen Aktionen wie etwa in Hellersdorf vorgebeugt werden.

Das erste Haus in der Goerzallee 307 soll im Frühsommer für etwa 200 Personen eröffnet werden. Geplant ist ferner die Einrichtung einer Gemeinschaftsunterkunft für weitere 200 Personen in der Goerzallee 311. Dafür ist der Eröffnungstermin allerdings noch nicht bekannt.

Am Mittwoch, 7. Mai, sind alle Bürger und Anwohner zu einer Informationsveranstaltung in den Bürgersaal des Rathauses Zehlendorf, Teltower Damm 18, eingeladen. Gleichzeitig wird das Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf ins Leben zu rufen (Kontakt: IntegrationsbeiratsteglitzZehlendorf@gmx.de) Den offiziellen Startschuss gibt Bürgermeister Norbert Kopp, der auch Schirmherr des Bündnisses ist. Darin haben sich Vereine, Initiativen, Bürger und Fachleute des Bezirksamtes zusammengeschlossen. Gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen wollen sie dafür sorgen, dass sich Flüchtlinge auch im Bezirk einleben.

Bisher wird das Willkommensbündnis unter anderem von Radiomoderator Jörg Thadeusz und den Superintendenten Johannes Krug und Thomas Seibt unterstützt.


Karla Menge / KM
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