Sporthallen werden freigezogen: Flüchtlinge wechseln in Gemeinschaftsunterkunft

Berlin: Flüchtlingsunterkunft Bernauer Straße |

Reinickendorf. Mit der Eröffnung der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge an der Bernauer Straße 138a werden vermutlich bis Ende des Monats die noch mit Flüchtlingen belegten Sporthallen freigezogen.

Dies teilte Sozialstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) auf der Bezirksverordnetenversammlung am 8. März auf eine Anfrage der SPD-Verordneten Karin Hiller-Ewers mit. An der Bernauer Straße hat, wie berichtet, die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobag eine sogenannte Modulare Unterkunft für mehr als 200 Menschen geschaffen.

Jetzt steht fest: Das Gebäude wird als Gemeinschaftsunterkunft vorerst vom Internationalen Bund Berlin-Brandenburg betrieben. Brockhausen legt Wert darauf, dass die neuen Bewohner aus den bisher als Notunterkünften genutzten Sporthallen kommen. So müssen sich die geflüchteten Menschen nicht an einen neuen Bezirk gewöhnen, und die Hallen werden im Laufe des Jahres wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen.

Der Plan: Leerzug, Zustand feststellen, sanieren, wieder nutzen

Bisher sind noch die Sporthallen des Thomas-Mann-Gymnasiums und der Ellef-Ringnes-Grundschule sowie der Oberstufenzentren an der Kühleweinstraße und der Cyclopstraße belegt. Die letztgenannten Hallen stehen unter der Verwaltung der Senatsschulverwaltung. Wann genau die Hallen wieder für sportliche Zwecke genutzt werden können, steht noch nicht fest. Zunächst muss ihr Zustand festgestellt werden, dann können die Planungen für Sanierungsarbeiten beginnen.

Wegen der anstehenden Belegung der Gemeinschaftsunterkunft an der Bernauer Straße hat das Bezirksamt die Anwohner mit rund 7000 Briefen informiert. Sie konnten sich zudem am 13. März bei einem Tag der offenen Tür direkt in dem Gebäude informieren. Der Internationale Bund Berlin-Brandenburg ist zunächst für sechs bis neun Monate vorläufiger Träger der Einrichtung, deren Betrieb ausgeschrieben werden muss. Die vorläufige Trägerschaft ermöglicht die schnelle Nutzung. Die Modulare Unterkunft ist so geplant, dass sie in den regulären Vermietungsbestand der Gewobag übergeht, sollte sie als Flüchtlingsunterkunft nicht mehr benötigt werden. CS
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