Offener Brief als letzte Hoffnung: Volksfest soll aufs Tempelhofer Feld

Telefonieren war erfolglos. Jetzt hat Thilo-Harry Wollenschläger dem Regierenden Bürgermeister einen Offenen Brief geschrieben. (Foto: HDK)

Tempelhof. Das 55. Deutsch-Amerikanische Volksfest ist vorbei. Ob das 56. stattfinden kann, steht auf der Kippe. Der Standort an der Heidestraße wird bebaut. Die Schausteller wollen auf das Tempelhofer Feld, der Senat will dies nicht.

Dass der Berliner Traditionsrummel einen neuen Platz braucht ist schon seit Jahren bekannt und seit Jahren bittet Thilo-Harry Wollenschlaeger den Senat, das traditionelle Volksfest auf einem „winzigen Stück“ des Tempelhofer Feldes stattfinden zu lassen. Ohne Erfolg. Das Fest sei angeblich zu laut und ginge zu lange, so die Argumentation des Senats. Der Schausteller sagt, dass lediglich etwa 1,5 Prozent der Gesamtfläche benötigt würden und jetzt alles vom Regierenden Bürgermeister der Hauptstadt abhinge. „Michael Müller hat es in der Hand, sich für den Erhalt des traditionellen Volksfestes einzusetzen“, meint Wollenschlaeger. Er hat jetzt einen Offenen Brief an Müller geschrieben und ihn aufgefordert, von seiner Gestaltungskompetenz Gebrauch zu machen und sich für das Volksfestes am Rand des ehemaligen Flughafens Tempelhof einzusetzen. Außerdem hat Wollenschlaeger eine Online-Petition (http://asurl.de/12nz) gestartet, in der dazu aufgerufen wird, diese Forderung zu unterstützen.

Wollenschlaeger: „Es gibt keinen besseren Platz, um an die historische Verbundenheit mit den Amerikanern zu erinnern.“ Außerdem erinnert der Schausteller an den Effekt für die Landeskasse: Durch Platzgebühren und Sonderabgaben fließen etwa drei Euro pro Besucher in die Landeskasse. Rechnet man noch Umsatz- und Einkommenssteuer hinzu, sind es durchschnittlich 8,45 Euro pro Besucher, hat Thilo-Harry Wollenschläger ausgerechnet. Immerhin zählte das Deutsch-Amerikanische Volksfest bislang regelmäßig zwischen 300.000 und 500.000 Besucher. HDK
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