Flüchtlinge in Hangars: Bezirk rechnet insgesamt mit etwa 4000 Menschen

Berlin: Flughafen Tempelhof |

Tempelhof. Am 26. Oktober wurden die ersten Asylbewerber in einem Flugzeughangar des ehemaligen Flughafens Tempelhof untergebracht.



In Windeseile hatten Bundeswehrsoldaten, Feuerwehrleute, Technisches Hilfswerk und private Helfer Zelte und Betten aufgebaut.

Am Ende der letzten Woche musste dann schon der nächste Hangar eingerichtet werden. Bei Redaktionsschluss wurde allein am vergangenen Wochenende mit rund 1000 Neuankömmlingen gerechnet. Vorerst! Das Problem: Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab und keiner (nicht nur in Berlin) blickt offenbar mehr durch, wann von wo die nächsten Busse und Züge mit wie vielen Menschen ankommen.

Gewiss ist lediglich, dass noch sehr, sehr viele Menschen unterwegs sind. Wie berichtet, wird beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg am Ende mit fast 4000 Flüchtlingen in den Tempelhofer Hangars gerechnet. Dann ist jedoch auch diese Kapazität erschöpft. Die Bezirksverordnetenversammlung hatte im Oktober beschlossen und das Bezirksamt aufgefordert, sich bei den zuständigen Senatsstellen dafür einzusetzen, dass mit der Einrichtung einer solchen Groß-Notunterkunft gleich die „notwendige Infrastruktur mitentwickelt“ wird

Duschen im Columbiabad

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Das dürfte allerdings ein frommer Wunsch bleiben, fürchtet auch BV-Vorsteherin Petra Dittmeyer (CDU): „Der Beschluss kam natürlich viel zu spät, obwohl das Problem längst absehbar war“, so Dittmeyer zur Berliner Woche.

Die drängendsten infrastrukturellen Probleme fangen schon bei Toiletten und Duschen an. Ein Hangar verfügt zwar über funktionsfähige Toiletten, die bei voller Belegung aber natürlich bei Weitem nicht ausreichen. Inzwischen sind mobile Toilettenanlagen aufgebaut worden. Auf Duschcontainer wird noch gewartet, die mussten erst bestellt werden. Ein mittlerweile bundesweiter Engpass, die Hersteller kommen gar nicht mehr hinterher.

Deshalb wird es bis zur Lieferung einen Shuttle-Bus zum Duschen ins nahe Columbiabad geben, kündigt Regina Kneiding, Sprecherin der Senatsverwaltung für Soziales, an. HDK
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