Drahteselchaos geht weiter: Fahrradbügel sind zu teuer

Weil der Bezirk kein Geld für neue Fahrradbügel hat, bleibt das Drahteselchaos am U-Bahnhof Platz der Luftbrücke wohl erhalten. (Foto: HDK)
Berlin: Platz der Luftbrücke |

Tempelhof. Immer mehr Radler sind in der Stadt unterwegs. Als Folge sind reguläre Abstellplätze für Drahtesel knapp geworden. Ein schönes Beispiel ist am U-Bahnhof Platz der Luftbrücke zu besichtigen. Dort stapeln sich die Räder förmlich.



Wo Duden- und Manfred-von-Richhofen-Straße gegenüber vom Platz der Luftbrücke zusammentreffen, herrscht zuweilen blankes Chaos. Die wenigen Fahrradständer reichen längst nicht mehr, um den Bedarf auch nur annähernd zu decken. Weitere reguläre Anschlussmöglichkeiten gibt es in der Umgebung kaum. Um Abhilfe zu schaffen, hatte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) bereits im November 2014 (die Berliner Woche berichtete) auf Antrag der SPD beschlossen, die am U-Bahnhof befindlichen Fahrradständer weitgehend abzubauen und stattdessen „an geeigneter Stelle im Umfeld in Absprache mit der BVG zeitgemäße Anlehnbügel in angemessener Anzahl“ zu installieren. Die Bügel sollten schließlich in einen Parkhafen in der Manfred-von-Richthofen-Straße eingebaut werden. Im Gegensatz zu den sogenannten Felgenkillern, wo im Prinzip nur das Vorder- oder Hinterrad angeschlossen werden kann, sollen die Bügel auch mehr Sicherheit vor Diebstahl bringen, weil der Rahmen angeschlossen werden kann.

Nun, ein knappes Jahr nach dem Beschluss, wollte der SPD-Bezirksverordnete und stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christoph Götz, wissen, wann denn nun endlich mit den Arbeiten begonnen werden soll. Nach Lage der Dinge wohl überhaupt nicht.

Jedenfalls antwortete Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) auf eine Kleine Anfrage der SPD, dass dies nicht in der vorgesehen kostengünstigen Form erfolgen könne. Der betreffende Bereich müsse vielmehr zunächst aufwendig mit einem Bord umfasst und zu einem Gehweg umgestaltet werden – wofür das Geld aber fehle. Götz empört: „Mit dieser Ansage, dass der exemplarische Bereich zunächst in einen Gehweg umgestaltet werden müsse, ist die Idee für unseren Bezirk insgesamt praktisch tot, denn dafür fehlt derzeit und auch absehbar das Geld.“ HDK
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