"Deutschland summt!" installiert vier Bienenstöcke

Daniela Schadt (links) hat mit den Initiatoren von "Deutschland summt!", Cornelis Hemmer und Corinna Hölzer, Bienenstöcke aufgestellt. (Foto: KEN)

Tiergarten. Parasiten, Krankheiten, Pestizide und ein mangelndes Nahrungsangebot setzen den Honigbienen zu. Auch die Wildbienen sind auf dem Rückzug. Die Initiative "Deutschland summt!" macht seit 2011 erfolgreich mit Aktionen auf die Bedrohung der fleißigen Summer aufmerksam.

So haben die "Deutschland summt"-Initiatoren Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer gemeinsam mit der Schirmherrin der Initiative, der Lebensgefährtin des deutschen Bundespräsidenten, Daniela Schadt, die ersten vier Bienenstöcke am Amtssitz von Joachim Gauck installiert. Mittlerweile sind 19 Bienenstöcke an repräsentativen Standorten in der Hauptstadt aufgestellt und werden von der Initiative unterhalten.

Der Garten von Schloss Bellevue verfügt bereits seit drei Jahren über eine große Blühwiese. In den beiden zurückliegenden Pflanzsaisons haben die acht Bellevue-Gärtner dort 30 000 heimische Wildblumen gesetzt. Sie helfen den bedrohten Bienen, Nahrung zu finden. Besonders im Frühjahr brauchen Honigbienen, Hummeln und andere Wildbienen gute Pollenquellen für ihre Brut. Im Herbst ist Pflanzzeit, jetzt werden die Frühjahrsblüher gesetzt.

Dass ein kleiner Garten, eine Terrasse mit Töpfen und Kübeln oder ein blühender Balkonkasten die Pollensammler entzücken können, demonstriert Daniela Schadt anhand des Lavendels. "Die Honigbienen fliegen auf Blau. Es riecht gut und sieht schön aus", schwärmt Schadt. Daniela Schadt empfiehlt, gezielt in Gärtnereien nachzufragen, ob sie bienenfreundliche Blumen und Stauden anbieten. "Gärtnereien müssen wissen, dass es Menschen gibt, denen die Biene ein Anliegen ist."

Man könne sich auch gut von den Bienen leiten lassen", ergänzt Corinna Hölzer. "Wo sitzen sie gerne drauf?" Es gehe um das gesamte Ökosystem, sagt Daniela Schadt. Das Bienensterben sei keineswegs nur ein Problem, dessen sich Imker, Hobbygärtner und Naturschützer annehmen müssten. "Jeder von uns kann ohne großen Aufwand mit der richtigen Bepflanzung relativ viel bewirken." Wenn viele Menschen es tun, werde ein Teil der Probleme verringert.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.berlin.deutschland-summt.de.

Karen Noetzel / KEN
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