Mobile Ausstellung erinnert an die Filmstadt Weißensee

Weißensee. Auf das Jubiläum "100 Jahre Filmstadt Weißensee" macht das Bezirksamt jetzt mit einem Bauwagen aufmerksam. Dieser wurde vom Museumsverbund in Zusammenarbeit mit der Brotfabrik am Caligariplatz gestaltet.

In ihm gibt es einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der Filmstadt. Weißensee, früher auch als "Klein-Hollywood" in aller Munde, markierte vor 100 Jahren den Beginn eines neuen Filmzeitalters mit Kinostars, sensationellen Kulissen und einer geschäftstüchtigen Filmindustrie. Weltberühmte Regisseure drehten dort Stummfilme aller Genres. Prunkvolle Abenteuer- und Detektivfilme, soziale Dramen und Liebeskomödien, Horrorfilme und psychoanalytische Filme entstanden in Weißensee. Schauspieler wie Mia May, Emil Jannings, Conradt Veidt oder Lil Dargover verliehen den Filmen den Glamour der Stars. Auch Marlene Dietrich gab dort ihr filmisches Debüt.Ihren Anfang nahm die Weißenseer Filmgeschichte in der Liebermannstraße, die seinerzeit noch Franz-Josef-Straße hieß. Dort begann im Oktober 1913 die Vitaskop GmbH unter Leitung von Jules Greanbaum mit der Produktion von Filmen. Noch bevor die Berliner Filmschaffenden Babelsberg zum Mekka der Filmindustrie machten, erlebte der Berliner Vorort Weißensee eine beispiellose Blüte als Filmstandort.

Filme am laufenden Band

Von 1913 bis 1928 entstanden in den Ateliers Filme am laufenden Band. Als der Tonfilm jedoch seinen stummen Vorgänger ablöste, verloschen auch die Lichter in den Weißenseer Studios. Ihnen fehlten die Voraussetzungen für Tonfilmproduktionen.

An die Filmstadt Weißensee erinnert unter anderem eine Gedenktafel an der Ecke Berliner Allee und Liebermannstraße, ganz in der Nähe des Joe-May-Platzes. Dort ist die Bauwagen-Ausstellung mit dem Titel "Hereinspaziert! 100 Jahre Filmstadt Weißensee" am 7. und 8. September von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen. Des Weiteren kann die Schau vom 23. September bis 6. Oktober auf dem Caligariplatz sowie vom 7. bis 20. Oktober auf dem Antonplatz täglich von 12 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Weitere Infos unter 0176 23 43 49 39.

Bernd Wähner / BW
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