Silber fürs Blumenhaus Schamp: Grabgestaltung auf der IGA Berlin 2017

Kay Herrig an der mit einer Silbermedaille ausgezeichneten Grabstelle im Ausstellungsbereich „Grabgestaltung und Denkmal“. (Foto: Regina Friedrich)
Berlin: Blumenhaus Schamp |

Wilmersdorf. Auf der IGA Berlin 2017 zeigen rund 50 Friedhofsgärtnereien aus ganz Deutschland gärtnerische Beiträge zur Grabgestaltung. Zu den drei beteiligten Berliner Gärtnereien gehört auch das Blumenhaus Schamp aus Wilmersdorf.

Eine Stele mit schwingenden Täfelchen an einem Metallrad, umschlungen von zwei Wellen weiß-gelber Frühblüher und dunkler Hornveilchen. Für dieses Arrangement im Ausstellungsbereich „Grabgestaltung und Denkmal“ auf der IGA Berlin gab es für Kay Herrig, Inhaber des Blumenhauses Schamp in der Berliner Straße, eine Silbermedaille für die Frühjahrsbepflanzung. Im Sommer und im Herbst wird er die Stelle, eine von 90 Mustergräbern, mit jahreszeitlichen Pflanzen neu gestalten und sich der Bewertung einer Fachjury stellen.

Mit Kollegen austauschen

Die heutige Grabgestaltung ist weit entfernt von der grauen Einheitlichkeit früherer Jahrzehnte. Sie ist sehr kreativ und individuell und stellt an Steinmetze und Gärtner hohe Anforderungen. Aber gerade das reizt Kay Herrig an seiner Arbeit. Er hat Gartenbautechnik studiert und ist schon seit 1995 bei Gartenschauen dabei. „Wir stehen hier im Wettbewerb mit Gärtnern aus dem gesamten Bundesgebiet, das spornt an. Aber es ist auch eine gute Gelegenheit, sich mit Kollegen auszutauschen“, sagt er.

Für ihn ist die Friedhofsgärtnerei deshalb so interessant, weil er dabei auch im engen Kontakt zu seinen Kunden steht. Gemeinsam beraten sie, ob und wie die Ideen umsetzbar sind. „Wir bieten ja auch Grabpflege an und wenn das über Jahre geht, gehört man fast ein bisschen zur Familie.“

Trend zu mehr Individualität

Er bemerkt einen Trend in zwei Richtungen: entweder die anonyme Bestattung auf der grünen Wiese oder eine Grabgestaltung, dann aber sehr individuell.

Die Mustergrabstellen und das in diesem Jahr neu vorgestellte Konzept für Gemeinschaftsgrabanlagen „NaturRuh“ sind noch bis zum 15. Oktober auf der IGA zu besichtigen. Weil alle Grabstellen saisonal neu bepflanzt werden, lohnt sich ein Besuch immer. Wie allerdings seine Sommergestaltung aussehen wird, weiß Kay Herrig noch nicht. ReF
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