Streit unter Jugendlichen am Park-Center eskalierte

Nach Ladenschluss des Park-Centers wird es an der Elsenstraße manchmal ungemütlich. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Park-Center Treptow |

Alt-Treptow. Nach Ladenschluss ist das Umfeld des Park-Centers Treptow kein schöner Ort. Jugendliche grölen rum und pöbeln die Passanten an. Jetzt kam es zur blutigen Attacke.

Ein 14-Jähriger hält sich mit mehreren Bekannten in der Nacht vom 21. zum 22. Februar vor dem Einkaufszentrum auf. Dann kommt es gegen 0.10 Uhr zum Streit. Laut Polizeibericht zieht einer der Jugendlichen ein Messer und rammt es dem 14-Jährigen in den Oberkörper. Der schwer verletzte Schüler ergreift mit Freunden die Flucht in Richtung Bahnhof Treptower Park. Dort bricht er zusammen, ein Passant ruft Polizei und Notarzt.

Der Jugendliche wird sofort ins Krankenhaus Friedrichshain gebracht, eine Notoperation rettet sein Leben.

Es gibt Hinweise, dass am Park-Center zwei rivalisierende Jugendgruppen aufeinander getroffen sind. "Hier treffen sich öfter spät in der Nacht Jugendliche, um Alkohol zu trinken und Remmidemmi zu machen", berichtet ein Anwohner aus der Beermannstraße.

Fast alle Einkaufszentren im Bezirk dienen Jugendlichen inzwischen als Ersatzfreizeittreff. Während der Öffnungszeiten sorgt der private Wachschutz für Ordnung. Nach Ladenschluss und auf öffentlicher Straße wird dem unerwünschten Treiben kaum Einhalt geboten. "Unser Ordnungsamt wird dort aber künftig verstärkt kontrollieren. Unter anderem die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes. Alkohol und Zigaretten von Minderjährigen ziehen wir dann ein", so der für öffentliche Ordnung zuständige Stadtrat Michael Grunst (Die Linke).

Im Fall des schwer verletzten Jugendlichen ermittelt jetzt die 3. Mordkommission. Bereits am 20. Februar hatte es am S-Bahnhof Schöneweide eine Attacke gegeben. Drei Männer, die eine Gruppe Jugendlicher aufgefordert hatten, ihr Rumgrölen einzustellen, wurden angegriffen, ein 31-Jähriger durch einen der Angreifer sogar ins Gleis gestoßen. Laut Bundespolizei soll es sich bei den Tätern um 16 bis 18 Jahre alte Südosteuropäer gehandelt haben.


Ralf Drescher / RD
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