Notunterkünfte werden geräumt: Sportler müssen dennoch im Freien trainieren

Co-Trainer Mario Schumann (r.) beim Training der männlichen C-Jugend-Handballer in der Halle der Janusz-Korczak-Grundschule mit Trainer Andreas Plickert. (Foto: Sylvia Baumeister)

Buckow. Seit November vergangenen Jahres dienen die beiden Sporthallen am Buckower Damm und am Efeuweg als Notunterkünfte für Flüchtlinge. Auch wenn die Hallen demnächst geräumt werden, müssen die betroffenen Schulen und Vereine noch einige Zeit woanders trainieren. Denn zuerst müssen beide Hallen saniert werden.

Fast genau ein Jahr ist es her, seit die Doppelsporthalle am Buckower Damm als Notunterkunft für Flüchtlinge geräumt werden musste. (Wir berichteten: http://asurl.de/1342). Seither ist es eng geworden für die Schüler des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums, der Heinrich-Mann-Sekundarschule und für mehrere Sportvereine, die diese Halle bislang nutzten. Auch die Handballer des SV Buckow sind davon betroffen. „Da wir ab Oktober nur noch zweimal wöchentlich eine Ersatzsporthalle im Bezirk nutzen können, werden wir einmal draußen auf dem Buckower Feld trainieren“, erzählt der Co-Trainer und Teamchef der männlichen C-Jugend, Mario Schumann. Schon im letzten Winter hatten die 20 Handballer zwischen zwölf und 14 Jahren es so praktiziert.

„Wir sind auf diese Idee gekommen, weil eine der Ersatzhallen einfach zu klein für diese Sportart ist“, meint der 46-jährige IT-Berater. Weil aber die Trikots mit knielangen Hosen keineswegs für ein Training bei winterlichen Temperaturen geeignet sind, schrieb der Co-Trainer im Frühjahr mehrere Unternehmen an und bat um Spenden für Winter-Trainingsanzüge. Er hatte Glück: Wolfgang Schrader, Inhaber des Edeka Schrader Marktes in der Marienfelder Chaussee, erklärte sich bereit, den dafür notwendigen Geldbetrag zu spenden. Vor einigen Tagen wurden die Trainingsanzüge an die Handballer überreicht. „Es kann noch sehr lange dauern, bis wir wieder in der alten Halle trainieren können“, befürchtet Mario Schumann.

Auch für Schul- und Sportstadtrat Jan-Christopher Rämer (SPD) ist es bisher nicht absehbar, wann die beiden Sporthallen am Buckower Damm und am Efeuweg wieder von Schulen und Vereinen genutzt werden können. „Sobald die noch im Bau befindliche Flüchtlingsunterkunft an der Gerlinger Straße fertiggestellt ist, werden wir mit Vertretern des Landes bei einer Begehung feststellen, wie hoch der Sanierungsbedarf der Sporthallen ist“, so der Stadtrat. Genaue Auskünfte zum Räumungstermin habe er im Moment nicht. Laut Auskunft der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales sowie des Berliner Immobilienmanagements (BIM) ist der Bau der Tempohomes an der Gerlinger Straße im Plan, die beiden Sporthallen sollen spätestens Anfang November geräumt werden. Wie lange die Sanierung der Sporthallen andauern wird, kann auch hier niemand genau sagen. Pressereferentin Monika Hebbinghaus: „Wir gehen davon aus, dass sie spätestens bis zum nächsten Sommer wieder nutzbar sein werden.“ SB
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