Ein Ortsteil mit Potenzial: Förderprogramm soll Charlottenburg-Nord nachhaltig helfen

Für die Anna-Freud-Schule ist ein Neubau geplant. (Foto: Regina Friedrich)
Berlin: Stadtteilzentrum Charlottenburg-Nord |

Charlottenburg-Nord. Das Bezirksamt hat am 6. Juni das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Charlottenburg-Nord (ISEK) beschlossen. Das ist die Grundlage für die Festsetzung des Stadtumbau-Fördergebietes durch den Senat.

In Berlin wird das Förderprogramm seit über einem Jahrzehnt erfolgreich umgesetzt. Nun wird es auch den Charlottenburger Norden in den nächsten zehn Jahren nachhaltig positiv beeinflussen, ist sich Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) sicher.

Im Leitbild des ISEK schlägt sich das so nieder: Wohnen im Grünen zwischen Weltkulturerbe und Zukunftsstadt. Charlottenburg-Nord ist ein Ortsteil mit Potenzial, aber auch ein abgehängter Stadtteil, heißt es da.

Schulen würden profitieren

An den Schulen könnten sich in den nächsten Jahren Baukräne drehen. Die Anna-Freud-Schule soll neu gebaut, die Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule einen Ergänzungsbau erhalten und an der Erwin-von-Witzleben-Grundschule die Turnhalle erweitert und die Mensa ausgebaut werden. Vier neue Kitas sind geplant, zwei sollen erweitert beziehungsweise umgebaut werden. Mit der Ansiedlung von Ärzten und einem breiteren Einkaufs- und Dienstleistungsangebot würde sich gerade für älteren Menschen die Lebensqualität sehr verbessern. Dazu zählt auch der Ausbau der nachbarschaftlichen Treffpunkte. Neben weiteren Maßnahmen ist vorgesehen, die Kirche und das Gemeindezentrum in der Toeplerstraße zu sanieren und zusätzliche Parkmöglichkeiten zu schaffen.

Mieter sollen mitreden

Mehr Zuzug bedeutet auch mehr Bedarf an Wohnungen. Beim geplanten Wohnungsbau sollen die Mieterbeiräte mitreden dürfen. Beim Thema Grün- und Freiflächen gibt es schon eine lange Wunschliste der Nord-Charlottenburger: bessere Beleuchtung, mehr Vielfalt bei Grünflächen und Spielplätzen, Erhalt der Kleingärten, mehr Mülleimer.

Die einzelnen Maßnahmen werden ab 2018 schrittweise in die Programm- und

Projektplanung des Landes aufgenommen. Zuvor wird es Info- und Beteiligungsveranstaltungen vor Ort geben, versprach der Bürgermeister. Einen kleinen Überblick gab er schon mal vorab beim Kiezspaziergang am Tag der Städtebauförderung am 13. Mai. ReF

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