AG City lud Politiker zum Gespräch ein

Uwe Timm eröffnet die Begegnung. V. l. n. r.: Stefan Evers, Martin Och (Junge Union), Nathalie Stäber von der AG City und Ulrich A. Redder. (Foto: Wecker)

Charlottenburg. "Der Tourismus ist Berlins wichtigster Wirtschaftszweig." Mit dieser Aussage konfrontierte Stefan Evers jetzt maßgebliche Wirtschaftsführer der Berliner City.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus nahm an einem Treffen der AG City teil. Seine Feststellung hat die Geschäftsleute wenig überrascht, mehr aber doch die Konsequenz, dass die Landespolitik die Kultur als wichtigste Säule der wirtschaftlichen Entwicklung ansieht. "Die Touristen kommen hauptsächlich wegen der Kultur nach Berlin", lautet die Schlussfolgerung. Auch der SPD-Politiker Frank Jahnke wählte die Fasanenstraße, um diesen Zusammenhang zu verdeutlichen. Der "City Talk" fand in der einst berühmten Galerie Bremer statt, die nunmehr von Ulrich A. Redder betrieben wird. Die Idee des neuen Besitzers ist, junge Berliner Künstler zu fördern. Ihre Arbeiten sollen zu niedrigen Preisen verkauft werden, die mit den Einnahmen aus dem Barbetrieb gestützt werden.

Die Schwerpunkte der Stadtentwicklung werden bis 2020 am Alex, dem Gebiet der Mediaspree, den Luftverkehrsflächen von Tegel und Tempelhof sowie auf dem Campus Charlottenburg liegen. "Das Land ist bestrebt", warnte Stefan Evers den anwesenden Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD), "die Planungskompetenz für diese Schwerpunktgebiete an sich zu ziehen."

Die Strahlkraft des aktuellen Geschehens entlang des Kurfürstendamms wird, so erwartet es Stefan Evers, in absehbarer Zeit auch die Umgestaltung des Breitscheidplatzes erfassen. "Auf dem Campusgebiet kommt es darauf an, nicht den am Alex gemachten Fehler zu wiederholen und die Bautätigkeit nach Masterplänen zu entfalten, die von der Zeit überholt sind." Im August will die CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses zu einer Debatte über den Masterplan einladen.

Am Rande der Begegnung war zu erfahren, dass auch Senatsbaudirektorin Regula Lüscher im August die Grundstückseigentümer dieses Gebietes zu einem Treffen einladen will. Das sind Land, Bund, die Landesbank, die Kirche und die Great Berlin Wheel GmbH, die dort mal ein Riesenrad bauen wollte.


Frank Wecker / FW
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