Mieter beginnen mit der Einrichtung ihrer Geschäfte

Abendlicher Blick vom Hochhaus am Hardenbergplatz auf das Bikinihaus, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und das Europacenter. (Foto: Schubert)

Charlottenburg. Pünktlich zum Frühjahr 2014 will das Bikinihaus mit einem neuen Shopping-Erlebnis überraschen. Bei der aktuellen Baustellenbegehung musste die Öffentlichkeit draußenbleiben. Politiker, die hinein durften, kamen aber mit Begeisterung heraus. Und mit einer Idee.

Alles im Soll - aber das Innenleben bleibt vorerst geheim. Dies ist die Botschaft von der Baustelle des Bikinihauses wenige Monate vor der Eröffnung. Zur jüngsten Besichtigung waren nur Angehörige der Ausschüsse für Tiefbau und Stadtentwicklung zugelassen - zum Unverständnis einiger Bürger, die solche Geheimniskrämerei verwunderte. Immerhin handelte es sich um den Tagesordnungspunkt einer öffentlichen Sitzung. So müssen sie sich auf die Schilderungen der Politiker verlassen. Und die fielen begeistert aus. "Wie hier mit einem Denkmal der 50er-Jahre umgegangen wurde, ist vorbildlich", lobte Volker Heise (B’90/Grüne) den Stand der Sanierung. Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) sieht gegenüber der letzten Begehung "riesige Fortschritte". "Hartbleiben lohnt sich", betont Schulte das Beharren auf den Denkmalschutz. Jürgen Büllesbach, Geschäftsführer der Gesellschaft Bayerische Hausbau, kann in diesen Tagen den Mietern ihre Flächen zum Einzelausbau übergeben. Einer Eröffnung der Geschäfte und Büros im Frühjahr stehe nichts mehr im Wege: "Die Abnahme des Brandschutzes war erfolgreich."

Nach dem wiedereröffneten Zoopalast wird der erneuerte, 200 Meter lange Riegel des Bikini ein weiterer Bote des Aufschwungs am Breitscheidplatz. Zur Gedächtniskirche hin erstrahlt der Bau mit frischer Originalfassade und dem Profil des gleichnamigen Kleidungsstücks. Die Zoo-Front erfuhr hingegen eine moderne Gestaltung. Ganz oben: eine 7000 Quadratmeter große Terrasse mit Blick auf Kirche und Tiere.

Abheben möchte man sich von anderen Einkaufszentren, etwa mit Pop-up-Stores, die für zwölf Monate öffnen. Neben dem Einkaufserlebnis bietet der Bau auch Platz für Sportsgeist, glaubt Hans-Joachim Fenske (CDU). Seine Idee: ein Stabhochsprung-Event im Bikini. "Da bleibe ich dran", versprach er. "Denn die Hausherren sind nicht abgeneigt."


Thomas Schubert / tsc
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